| 00.00 Uhr

Geldern
Gute Mischung beim Musikverein Wemb

Geldern. Mit einer gelungenen Zusammenstellung traditioneller und moderner Blasmusik wartete der Musikverein Wemb zu seinem Jahreskonzert im ausverkauften Bürgerhaus auf. Der Vorsitzende Johannes Ressing freute sich über das Interesse und versprach einen abwechslungsreichen Abend.

Mit dem "Böhmischen Musikantengruß" eröffneten die Bläser das Programm, das von Wilhelm Moll charmant und einfallsreich moderiert wurde. Volkstümlich ging es im ersten Teil weiter im Egerländer-Sound und den "rauschenden Birken", mit denen Ernst Mosch 1956 seine erste Goldene Schallplatte erwarb. Hohe Töne verlangte der "böhmische Traum" den Trompeten ab. Die kamen sauber, dank der perfekten Einstudierung und Übung mit dem Dirigenten Hans Gerd Stienen.

"En natt forbi - Alone Awake" ist seit Jahren ein norwegischer Klassiker der Blasmusik. Das 1979 vom Sänger und Songwriter Jan Eggum veröffentlichte Werk bestach durch eine zeitlos tragende Melodie und ein fantastisches Posaunensolo von Maurice Koenen, das zusammen mit dem harmonisch aufgestellten Orchester einen Ohrenschmaus für die Zuhörer bot. Die Dakota-Indianer sind die zentralen Figuren in einer Komposition von Jacob de Haan. Das anspruchsvolle Werk besteht aus fünf Sätzen, in der die Kultur und die Geschichte dieser Indianer dargestellt werden. "The Great Spirit" verband die irdische und die spirituelle Kultur des Stammes. Im "Buffalo Hunting" wurden der Ritt auf dem mächtigen Büffel und die Jagdleidenschaft suggeriert. Die Sätze "Smoking the Pipe", "The Ghost Dance" und "Pilgrims at Wounded Knee" basierten auf Gebet, Tanz und Gesang und stellten musikalisch die Tragödie des Jahres 1890 dar, in dem viele Unschuldige den Tod fanden. Dirigent Stienen brachte sein Orchester mit überzeugenden Tempiwechseln, virtuosen Registersoli und einem souveränen Klangvolumen zu Höchstleistungen.

Mit viel Spielfreude präsentierte die Jugendgruppe des Musikvereins die Bläserklasse 2012 und 2014. Mit vier einstudierten Stücken zeigten sie sich in Hochform und sorgten mit der Zugabe "Let's rock" für Stimmung im Saal. Im zweiten Teil gab es Big-Band-Sound zu hören. Lyrische und theatralische Welten eröffneten sich in den Melodien der britischen Band "Coldplay". Südamerikanisch, rhythmisch wurde es beim Titel "Quien sera", und bei Gilbert O'Sullivans "Matrimony" war das Mitsummen des Publikums nicht zu überhören. Stienen tauchte in den Rhythm-and-Blues-Sound der Blues-Brothers-Revue ein und nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Soul- und Bluesmusik.

(usp)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: Gute Mischung beim Musikverein Wemb


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.