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Geldern
H & M eröffnet Ende Oktober am Markt

Geldern. Vollzug: Alle Verträge für die Filiale in der Woolworth-Brache sind unter Dach und Fach. Es gibt auch Pläne für einen Drogeriemarkt, ein Garni-Hotel und ein Ärztehaus. Von Lutz Küppers

In der kommenden Woche soll es los gehen. Dann wird ein Schandfleck am Gelderner Marktplatz teilweise verschwinden. Denn wie der neue Besitzer des Komplexes zwischen Markt und Südwall, der Projektentwickler Reinhard Fleurkens, verrät, startet dann die Entkernung des ehemaligen Woolworth-Gebäudes.

"Es wird komplett zurückgebaut - die gesamte Technik, Decken und Böden: Alles kommt raus. Später entsteht eine hochwertige Fassade mit alten Feldbrandsteinen", so der Walbecker, der schon in vielen Städten ähnliche und teilweise deutlich größere Projekte realisiert hat. Auch in seiner Heimatstadt gehören ihm mehrere Objekte. "Und C & A in Geldern ist ebenfalls sehr zufrieden", sagt Fleurkens, der auch dieses Objekt gekauft und vermietet hat und 2011 hier Eröffnung feiern konnte.

Nun also H & M. Der Textiler hat einen Zehn-Jahres-Vertrag unterschrieben - mit einer Ausstiegsoption nach fünf Jahren. Doch Fleurkens ist dermaßen überzeugt von der Gelderner Innenstadt, dass er dieses unternehmerische Risiko eingeht. "Wenn 2018 das Kapuzinertor fertig wird, ist der Handel hier wieder ordentlich aufgestellt", erklärt der Unternehmer. C & A, Medimax, H & M, Kaufland, Edeka und Aldi hätten dann allesamt Standorte innerhalb der Wälle. Und dass nicht nur Verwaltung und Politik davon träumen, im Bereich der Deutschen Bank einen weiteren Magneten mit Parkfläche zu realisieren, ist mittlerweile ein offenen Geheimnis. Auch Fleurkens gefällt die Idee.

Zurück zu H & M: Mit 2100 Quadratmetern Fläche will die Kette pünktlich vor dem Weihnachtsgeschäft an den Start gehen. Bekleidung für Jugendliche, Frauen und teilweise auch Männer wird dann am Markt erhältlich sein. Offen erklärt Fleurkens auch, dass der Textiler und die Drogerie-Kette Müller sich in vielen Städten gesucht und gefunden haben. "Das derzeit leerstehende Cladder-Haus neben Woolworth wäre eine gute Lösung für Müller. Wir werden bald entsprechende Gespräche aufnehmen", so der Walbecker. Dabei lässt er offen, ob der derzeitige Eigentümer selbst vermieten will oder das Objekt an ihn verkauft. Fleurkens: "Ich bin gerne gesprächsbereit."

Spannend wird auch die weitere Nutzung Richtung Südwall sein, die sich kaum für den Handel eignen dürfte. Neben den bestehenden Wohnungen, die natürlich bleiben, hat der Projektentwickler längst Ideen für die Dachfläche. Statt einer weiteren Wohnbebauung könnte er sich dort auch ein Hotel garni vorstellen. Und auch den gewünschten Betreibernamen nennt er frank und frei: die Familie Janssen, die bereits den Seepark sehr erfolgreich führt und weiterentwickelt hat.

Unter dem möglichen Hotel, wo die Übernachtung mit Frühstück maximal 55 Euro kosten würde, könnte sich Fleurkens dann das Ärztehaus vorstellen, das in Kombination mit dem Hotel bereits im alten Finanzamt geplant war. Fleurkens: "500 bis 600 Quadratmeter sind dafür in jedem Fall vorhanden. Und das Licht-Problem könnte man über größere Innenhöfe und Dachkuppeln lösen."

Quelle: RP
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