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Geldern
Hallen-Reparatur in den Ferien: Es wird knapp

Geldern. Gelderner Schulen müssen sich wegen ihrer gesperrten Turnhallen längerfristig auf Einschränkungen beim Sportunterricht einstellen. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses deutlich. Selbst bei den beiden Hallen, für deren Reparatur die Auftragsvergabe-Unterlagen bereits an Unternehmen verschickt wurden, ist die Beendigung der Arbeiten zum Start des kommenden Schuljahres fraglich. Das betrifft die größere der beiden Hallen an der Sekundarschule und auch die Halle am Westwall, die zur Realschule an der Fleuth gehört. Die Angebotsfrist für interessierte Firmen endet in beiden Fällen am 12. Juli.

"Wie realistisch ist es, dass wir mit dem Schulsport am 24. August wieder rechnen können?", drängte im Schulausschuss die Vorsitzende Doris Keuck (SPD). Den Begriff "realistisch" hatte die Stadtverwaltung zuvor für dieses Ziel geprägt - allerdings mit dem Hinweis, dass man von möglichen Wartezeiten aufs Baumaterial abhängig sei. Nun spezifizierte Markus Sommer von der Stadt: "Gerade bei der Beleuchtung ist mit Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen zu rechnen. Es wird also Spitz auf Knopf werden."

Das gilt nur, sofern sich in der Angebotsfrist geeignete Unternehmen melden und diese die Arbeiten, Baumaterial hin oder her, auch in der gebotenen Kürze über die Bühne bekommen. Die Stadt habe nicht die Wahl, im Zweifel auf einen teureren, aber schnelleren Anbieter zurückzugreifen, führte Sommer aus. Das Vergaberecht sei eindeutig: "Das wirtschaftlichste Angebot ist zu wählen." Man habe bei den Auftragsunterlagen aber natürlich die gewünschten Termine angegeben.

Bei den fünf übrigen gesperrten städtischen Sporthallen in Geldern sind die Planungen noch nicht einmal so weit wie bei der Sekundarschul- und der Westwall-Immobilie.

Neben den Schulen sind zudem die Sportvereine sehr von den Hallen-Schließungen betroffen. Viele fürchten um die Austragung ihrer Heimspiele und Trainingsmöglichkeiten.

(szf)
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