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Issum
Heesenhof: Wohnen nach Wunsch

Issum: Heesenhof: Wohnen nach Wunsch
Noch ist keine Bewegung im Baugebiet Heesenhof in Sevelen zu sehen. Die Planungen sind in einem frühen Stadium. Bald sollen hier neue Häuser und Wohnungen stehen. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Tecklenburg will in dem Baugebiet an der Schanzstraße in Sevelen Mehrfamilienhäuser bauen. Wie genau die Wohnungen aussehen sollen, will die Firma nun erfragen. Sonntag gibt es eine Infoveranstaltung dazu. Von Antje Seemann

Dass das neue Baugebiet Heesenhof kommt, steht seit einigen Wochen fest. Und auch, dass die Firma Tecklenburg aus Straelen plant, im nördlichen Teil des Gebiets - an der Schanzstraße - ein Grundstück von der Gemeinde Issum zu kaufen, um dort Wohnhäuser zu bauen. Am Sonntag, 22. Mai, ab 11 Uhr in der Gaststätte "Zur Linde" in Sevelen, Marienstraße 1, will das Unternehmen herausfinden, was für Wohnungen sich die Sevelener wünschen. Danach sollen die Planungen konkreter werden. Auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück will Tecklenburg vier Mehrfamilienhäuser errichten. Dabei sind sowohl Eigentums- wie auch Mietwohnungen geplant, sagt Edgar Walter, der Projektleiter der Firma: "Ob wir dann Zwei-, Drei- oder Vierzimmer-Wohnungen bauen, kommt auf die Wünsche der Interessierten an. Auch, wie groß das Badezimmer sein soll. Ob es eine Dusche oder eine Badewanne oder beides geben soll."

Für die Infoveranstaltung am Sonntag entwickelt Tecklenburg einen Fragebogen, der diese Details klären soll. Maximal 40 Wohnungen können in die vier Häuser, sagt Walter: "Wenn sich die Interessierten aber größere Wohnungen wünschen, werden es natürlich insgesamt weniger werden."

Das ganze Projekt sei noch in einem frühen Stadium - und Konkretes gebe es erst nach dem Infoabend am Sonntag. Auch der Kaufvertrag zwischen der Gemeinde und der Firma sei noch nicht abgeschlossen, sagt Jürgen Happe vom Fachbereich Bauen der Gemeinde Issum: "Wir sind da noch in der Vorbereitung. Ein Bebauungsplan muss ja auch noch aufgestellt werden." Klar ist bereits, dass die Wohnungen "barrierearm" werden sollen, also dass die Zugänge zur Dusche, in den Hauseingang und auch zur Wohnung selbst ebenerdig sind. Im Gegensatz zu barrierefreien Wohnungen müssen die Flure und Türen keine festgelegte Breite erfüllen. Die Richtlinien seien anders als die für barrierearmes Wohnen.

Am Sonntag geht es ausschließlich um das Bauvorhaben der Firma Tecklenburg im nördlichen Teil des Heesenhofs. Das Baugebiet umfasst darüber hinaus noch weitere Abschnitte, die aber - so ist der aktuelle Plan - in anderer Hand liegen werden. Den südlichen Teil will die Gemeinde Issum nämlich selbst erschließen. Einen Teil der Grundstücke soll ein anderer Investor kaufen, der dort drei Doppelhäuser und ein Einzelhaus bauen kann. Die weiteren Teile im südlichen Gebiet will Issum direkt an neue Eigentümer verkaufen. Mehrere Doppelhäuser und Einzelhäuser sind hier bisher geplant. Aber auch hier soll nach dem Bedarf entschieden werden, sagt Jürgen Happe: "Ein Grundstück könnten wir auch für sozialen Wohnungsbau verwenden, um da als Gemeinde der Nachfrage nach günstigem Wohnraum nachkommen zu können."

Bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt hat die Parkplatzsituation um das neue Baugebiet. Noch bevor der Issumer Bauausschuss damals den Startschuss dafür gab, wurden Stimmen aus der Bevölkerung laut, dass es zu wenige Stellflächen im nördlichen Teil geben könnte. Eine Tiefgarage kommt aber aus Kostengründen nicht in Frage. Der städtebauliche Entwurf hat nun 48 Parkplätze und vier einzelne Flächen als Reserve.

Quelle: RP
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