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Kerken
Heimatkalender vorgestellt

Kerken: Heimatkalender vorgestellt
Präsentierten den neuen Heimatkalender im Michael-Buyx-Haus: Sigrid Eicker, Bernhard Keuck, Renate Fürtjes, Gerd Halmanns und Hanni Klümpen-Hegmans (von links). FOTO: Markus van Offern
Kerken. Bis Weihnachten will der Historische Verein 2500 Exemplare verkauft haben. Was klappen sollte. Denn die 67. Ausgabe brilliert mit einem abwechslungsreichen Themenmix. Von Liss Steeger

"Hier können Sie die Vergangenheit mit allen Sinnen erleben", steht auf dem Banner des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend. Und so war es: Im Sitzungssaal des Michael-Buyx-Hauses wurde zum 67. Mal nach dem Krieg der Heimatkalender vorgestellt. Der Vorsitzende Gerd Halmanns gedachte zunächst des verstorbenen Hans Stratmans, der seit 40 Jahren mitverantwortlich war für Redaktion und Herausgabe des Kalenders.

Alle acht Jahre wechselt der Vorstellungsort und damit das Ortsporträt, das seit vielen Jahren in der Verantwortung von Michael Klatt liegt. Diesmal mit der Überschrift "Kerken - mit neuen Energien nach vorne blicken". Die Mischung unterschiedlicher Artikel als bunter Blumenstrauß sieht Halmanns als Erfolgsrezept für den Heimatkalender, von dem bis Weihnachten möglichst 2500 Exemplare verkauft werden. "Lustiges, Kritisches, Entspannendes, Nostalgisches, Lehrreiches, entdecken Sie es", forderte er auf. Die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde, Renate Fürtjes, freut sich mit der Gemeindearchivarin Hanni Klümpen-Hegmans über die enge Verbindung zwischen Gemeinde und Historischem Verein. "Das Buyx-Haus verkörpert Geschichte und Gegenwart in beispielhafter Weise", ergänzte sie.

Die Geschichten, Aufsätze, Erzählungen und Gedichte können sich "lesen" lassen: Der Nieukerker Peter Völker stellt nicht nur das Theaterleben in Kerken ausführlich dar, sondern hat mit "Lampefiiber" eine plattdeutsche Erzählung geschrieben. Dr. Christian Wiltsch verbindet "Stonehenge, Externsteine und Kerken". Seine "Heliometrische Betrachtung geweihter Orte" führt zu den Kirchen und Kapellen des Gemeindegebietes und befasst sich mit ihrem Ursprung. Die Schülerarbeit von Julia Treptow behandelt den "Alltag in Nieukerk während des Zweiten Weltkriegs" anhand des Vergleichs von Zeitzeugenberichten. Guido Rous erinnert sich an die Zeit des "Wilden Westens" nach dem Krieg in Nieukerk.

Der größte Teil des Heimatkalenders ist die Rubrik "Aus Ärchaologie, Geschichte und Kunst". In diesen 13 Beiträgen auf 115 Seiten befindet sich auch die faszinierende Darstellung des früheren Berufes der "Leichenbitterin", die "den Tod verkünden" musste. In der Rubrik "Aktuelles aus dem Gelderland" stellen Verena Backus und Cordula Rohlmann-Reineke die "Katzenhilfe Gelderland" vor und porträtieren so ehrenamtliches Engagement für hilflose und ungeliebte Fellnasen.

Annette Reinders-Schmitz erläutert, wie das Mosaik der heiligen Luzia in Walbeck entstand, und erinnert dabei gleichzeitig an das Wirken von Frithjof Kauters an der St.- Luzia-Schule.

Quelle: RP
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