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Geldern
Historische Ansichten in der Veerter Heimatstube

Geldern. Der Heimat- und Verschönerungsverein Veert hat in die Heimatstube an der Veerter Dorfstraße eingeladen. Den Anlass dazu bot die Fotoausstellung mit dem Titel "Bauernhöfe, Wegekreuze und die alte Schmiede Bankert". Seit mehr als einem Jahr ist die Abteilung Brauchtumspflege mit Jürgen Giesen, Franz Kubon, Karl-Heinz Pastoors und Franz-Josef Spolders in der Heimatstube angesiedelt. Für das Gebäude, die frühere alte Schmiede Bankert, konnte der frühere Eigentümer Josef Klümpen weitere Bilder zur Verfügung stellen. Somit waren elf alte und neuere Ansichten zu betrachten.

Auf der einen Seite der Schmiede befand sich ursprünglich einmal eine Tankstelle, an die sich so mancher Veerter noch erinnern kann. Nicht weniger stolz sind die vier Herren, die sich der Brauchtumspflege verschrieben haben, auf Bilder von einem Dutzend Wegekreuzen. Das bekannteste dürfte das Heiligenhäuschen der Kölner Wallfahrt von 1686 in der Nähe der Bundesstraße 9 sein, die allerdings zu der damaligen Zeit noch nicht existierte.

Karl-Heinz Pastoors hat viel Literatur dazu zusammengetragen. Der Legende nach hat mit dem Wegekreuz am Neray ein Bauer ein Versprechen eingelöst, wenn sich Nachwuchs einstellt. "Das Kreuz in der Nähe der E-dry wird kaum wahrgenommen", weiß Franz-Josef Spolders, der wie die anderen gerne in die Veerter Geschichte abtaucht.

Stand 1970 existierten in Veert rund 65 Bauernhöfe. Heute sind es nur wenige, die noch als Landwirtschaft betrieben werden. Eine Luftaufnahme von der Heringskate ist erst vor kurzem in den Bestand gelangt. Einer der ältesten Höfe dürfte der Stellenhof (früher Lax) sein. Stolz ist die Mannschaft des Vereins auf die Rittergüter Hülspaßhof (Molenbeek) und Alte Willick (Broeckmann). Ein Gemälde von 1947 von Jan Vissers aus Veert stellt den Meybroeckshof dar. Deren Eigentümer Hartings wanderten 1850 nach Amerika aus, wie es im Geldrischen Heimatkalender von 2003 nachzulesen ist.

Dienstags von 10 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 02831 1338585 ist die Heimatstube geöffnet.

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