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Straelen
Höhlengeister gegen die Einsamkeit

Straelen: Höhlengeister gegen die Einsamkeit
Zauberhafte Kulissen für das Spiel des Ensembles: In der Höhlenwelt des Siebengebirges gibt's Geister und den sagenhaften "Rübezahl". FOTO: Seybert
Straelen. Es geht um einen "Großen Meister", der die Liebe sucht, und eine Prinzessin, die frei sein will. Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater brachte das Stück "Rübezahl" auf die Bühne, geschrieben von Thomas Meuser. Von Margret Linssen

Zwei witzige und liebenswerte Höhlengeister sowie eine wunderschöne, aber traurige Prinzessin spielen die tragenden Rollen in dem Stück "Rübezahl", das das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater am Wochenende im Forum des Gymnasiums aufgeführt hat.

Firlefanz (Nina Poels) und Mumpitz (Melanie Pleumann) leben als Höhlengeister im Riesengebirge. Mit ihnen lebt dort der "Große Meister", gespielt von Markus Bonnes. Er ist einsam, will die Ungerechtigkeit bekämpfen und tritt mal als Guter, mal als Böser an. Er kann deshalb in verschiedene Rollen schlüpfen und kommt auch als Prinz auf die Bühne. Natürlich verliebt er sich in die schöne Prinzessin Emma, gespielt von Luisa Derks. Die hat sich aber schon mit Prinz Ratibor (Florian Maaßen) verlobt und will nicht in der Höhlenwelt des Riesengebirges leben.

Der absolute Höhepunkt bei der Märchenvorstellung ist das selbst komponierte und getextete Lied, das die schöne junge Frau, in der roten Robe, singt. All ihr Schmerz um die geliebten Freunde, um den versprochenen Prinzen und um ihre Freiheit liegt in dem Lied.

Natürlich geht die Geschichte gut aus, durch einen Zauberstab werden aus echten Rüben die Freunde von Prinzessin Emma, der Prinz kommt, um sie zu retten, und alles wird gut. Und natürlich gibt es für dieses Happy-End zahlreiche Helfer. Besonders beeindruckend spielt Georg Nieskens als Diener Gabor, seine Rolle. Mit seiner stattlichen Erscheinung und der tiefen Stimme ist er das Pendant zur graziösen Prinzessin Emma. Einen geizigen und fiesen Bauern spielt Rolf-Ernst Senegacznik sehr überzeugend. Er wird aber auch im Laufe des Stückes zum Guten bekehrt.

Thomas Meuser hat die Spielleitung und ist auch der Autor dieses Stückes. Aus seiner Feder ist die Bühnenfassung entstanden, die aus vielen einzelnen Sagen um "Rübezahl" besteht. Um eine kindgerechte Inszenierung zu gestalten, lässt er wirkliche Rüben eine große Rolle spielen. Aus ihnen kann der Geist, der sich "Großer Meister" nennt, Menschen zaubern. So kommt er auch zu seinem Namen "Rübezahl".

In nur zwei Monaten haben die Mitglieder des KLT, die "Junge Truppe" dieses Stück einstudiert. Kinder werden aktiv in das Stück mit einbezogen. Die witzigen Geister Mumpitz und Firlefanz beteiligen die kleinen Gäste immer wieder und fordern sie zur Mitarbeit auf. Und zur Belohnung für ihre Bemühungen gab es am Ende noch ein Eis zur Stärkung.

Quelle: RP
 
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