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Issum
Homöopathie als Plan B für kranke Kühe

Issum: Homöopathie als Plan B für kranke Kühe
Karin Schoenen-Schragmann ist in Oermten zuhause. Die Tierheilpraktikerin betreibt eine mobile Praxis. In ihrem jetzt in den Handel gekommenen Buch beschäftigt sie sich mit der Homöopathie für Rinder. FOTO: Seybert
Issum. Tierheilpraktikerin Karin Schoenen-Schragmann aus Oermten hat ein Buch geschrieben. Der Schwerpunkt des Nachschlagewerks liegt auf der Behandlung von Rindern. Sie kommt als staatlich geprüfte Landwirtin aus der Praxis. Von Bianca Mokwa

Karin Schoenen-Schragmann hat den Schnellfinder "Homöopathie für Rinder" konzipiert. Sie ist mit ihrer mobilen Praxis rund um Oermten unterwegs. Sie kümmert sich um Groß- und Kleintiere. In ihrem Buch dreht sich alles um die Leiden der Rinder.

Auf knapp 100 Seiten stehen die 30 häufigsten Krankheiten mit entsprechenden Symptomen und der Indikation. Angesichts der Antibiotika-Resistenzen sieht Karin Schoenen-Schragmann einen erhöhten Handlungsbedarf, auf Alternativen zur Schulmedizin einzugehen. Beides könne sich ergänzen, nicht ausschließen. Ein homöopathischer Klassiker ist Belladonna. "Das kennt jede Mutter. Es kommt bei Fieber und Entzündungen zur Anwendung", erklärt Karin Schoenen-Schragmann.

Der Schnellfinder, den sie geschrieben hat, soll das Leben schon erfahrener Homöopathie-Anwender leichter machen, Landwirten und Tierärzten. Das Buchformat ist extra so gewählt, dass es in den Blaumann passt, mit in den Stall genommen werden kann. Der Umschlag ist abwaschbar. Ein Buch für die Praxis.

So einfach ist das mit der Gabe von homöopathischen Mitteln bei Nutztieren allerdings nicht, beschreibt die Autorin das große Problem in Deutschland. Erst muss der Tierarzt ein für den Menschen zugelassenes homöopathisches Mittel für das Nutztier umwidmen, dann erst darf es der Landwirt verwenden. In Österreich ist die Gabe homöopathischer Mittel unkompliziert möglich. Dort hält die Tierheilpraktikerin regelmäßig Vorträge über Homöopathie in der Nutztierhaltung.

Am Niederrhein wird sie im November auf Haus Riswick eine Einführung in das Thema geben. Sie fühle sich oft wie eine Pionierin, sagt die Frau aus Oermten. Denn immer wieder trifft sie auf Menschen, die mit Homöopathie in der Landwirtschaft so gar nichts anfangen können. Dabei sieht sie darin ein großes Potenzial. "Homöopathie hat nichts mit Esoterik zu tun", stellt die Tierheilpraktikerin klar.

Sie warnt allerdings davor, ohne Kenntnisse an die Homöopathie heranzugehen. "Jeder muss seine Grenzen kennen, niemals darf ein Tier leiden, weil der Tierarzt vielleicht zu spät gerufen wird", warnt die Tierheilpraktikerin. Manche Dinge muss der Anwender wissen, zum Beispiel, dass ätherische Öle und homöopathische Mittel sich nicht vertragen. Oder Globuli nicht mit feuchten Händen angefasst werden sollten, weil sonst die Beschichtung und damit der Wirkstoff weg ist.

Das große Ziel nach dem Buch, ist es, den Inhalt des Werkes als Smartphone-App herauszubringen, frei wählbar in vielen Sprachen. "Denn kranke Kühe, die gibt es überall auf der Welt", sagt die Autorin. Ihr Buch soll erfahrenen Anwendern der Homöopathie helfen, schnell auf Krankheitsbilder zu reagieren.

Quelle: RP
 
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