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Geldern
HPH-Verwaltung bleibt bis auf weiteres in Bedburg-Hau

Geldern. Die Entscheidung, die Verwaltung für die Heilpädagogischen Hilfen in Bedburg-Hau zu belassen und weder nach Geldern noch nach Duisburg zu verlegen kam überraschend. In den Einrichtungen der Heilpädagogischen Hilfe werden nahezu 1.000 Menschen mit geistiger Behinderung aus den Kreisen Kleve und Wesel und der Stadt Duisburg gemeindenah, stationär und ambulant betreut, finden Wohn- und Unterstützungsleistungen sowie Angebote zur Beschäftigung, Bildung und Freizeit. Von Matthias Grass

Für die Gemeinde Bedburg-Hau eine zwar überraschende, aber positive Kehrtwende: "Nach einer unendlich langen Zeit der Verunsicherung für die Mitarbeiter der HPH-Verwaltung bin ich froh, dass endlich eine Antwort auf unsere vielen Fragen gefunden wurden. Der Wegfall der Arbeitsplätze wäre für unsere Gemeinde ein schwerer Verlust gewesen", sagte gestern Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen im Gespräch mit der RP.

Die Entscheidung für Bedburg-Hau fiel vor dem Hintergrund neuer Konzepte für die LVR-Klinik Bedburg-Hau und die HPH: "Die Möglichkeit, dass die Verwaltung in Bedburg-Hau bleibt, hat mit dem Entschluss der Einzelvermarktung der Häuser im Klinikgelände zu tun, die ja nicht mehr als Ganzes vermarktet werden sollen. Damit musste die Verwaltung nicht aus ihrem Gebäude ausziehen und es gab dann wohl keinen triftigen Grund mehr, dass sie umziehen sollte", sagt Stephan Haupt, der als FDP-Politiker für den Kreis Kleve in den Gremien des LVR sitzt. Der Vorteil für den Landschaftsverband: keine Kosten.

Silke Gorißen, die als CDU-Fraktionschefin schon lange für den Standort Bedburg-Hau kämpft, traut dem Braten aber nicht: "Der Standort in Bedburg-Hau ist noch lange nicht dauerhaft gesichert", sagt sie. Sie werde das Thema weiter auf der Agenda behalten, vor allem mit Blick auf die Verwaltungsmitarbeiter, die hier in der Region leben und den nahen Arbeitsplatz brauchen.

Ihre Furcht ist nicht unbegründet: Der Beschluss lautet nämlich, "bis auf weiteres". Das bestätigt Stephan Haupt, der aber mit einigen Jahren Ruhe in der Diskussion um die Verlegung der Verwaltung rechnet.

Quelle: RP
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