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Issum
In der Idylle des Oermter Bergs die Kreativität ausgelebt

Issum. "Man darf auch Ideen verwerfen", versichert Rosa Gabriel bei der 22. Malschule der Volkshochschule Gelderland. Ein Ausspruch, der für alles Kreative bei der 17. Sommerakademie im Schönstattzentrum auf dem Oermter Berg gilt. Rund 50 Begeisterte verbanden die sonnigen Tage im großartigen Ambiente mit ihrem Hobby. Mit den Anmeldezahlen zeigte sich Fachbereichsleiter Karl-Heinz Pasing sehr zufrieden: "Die Grundbausteine Malen und Schreiben werden durchgehend positiv angenommen." Auch beim Workshop Natur- und Makrofotografie mit Harald W. Spoddig lernten zehn Teilnehmer, in der Natur Motive zu finden und diese unter dem Aspekt der Bildgestaltung und der technischen Umsetzung zu fotografieren. Spektakulär war die große Resonanz bei der Bildhauerwerkstatt mit Monika Bänsch. "Deren jüngster Teilnehmer war der elfjährige Lennart Götz aus Moers, der mit seiner Mutter Babett aus Tuff- oder Sandstein anschauliche Stelen für den Garten arbeitete. "Je weniger vom Stein weggehauen wird, umso einfacher ist das Bildhauern", erklärt Bänsch, die für die Gruppe neun Werkbänke zusammengetragen hatte.

Eine enorme Entwicklung gab es bei der Schreibwerkstatt "Spielerisch schreiben" mit Dr. Elisabeth Kuhs. Hier wurde die Höchstteilnehmerzahl von zwölf überschritten. Pasing freut, dass die Literatur so gefragt ist. In idyllischer Umgebung und zwangloser Atmosphäre entstanden Charakteristiken, Haikus, Antworten auf Kleinanzeigen oder Geschichten zum fast vergessenen Wort "Inbrunst". Besondere Freude hatten die Teilnehmer am "Geocaching" - Version Oermter Berg. An den 15 Stationen des Kreuzwegs waren Gegenstände versteckt, zu denen vor Ort geschrieben werden konnte. Sämtliche Animationen und kreativen Impulse der Literaturwissenschaftlerin wurden angenommen und in Stimmungsbilder verwandelt. Hier wurden Fantasie und die Freude am Schreiben neu belebt.

"Variationen" hieß das Thema der Malschule. "Das soll eine Aufforderung zum Spiel im positiven Sinne sein", meint Rosa Gabriel. "Variation bezieht sich auf die Maltechnik, Sichtweise und die Zuwendung zu einem neuen Motiv. Die Teilnehmerinnen sollten sich nicht an den Erwartungen anderer messen lassen, sondern Neues ausprobieren." Dabei hatten sie immer die professionelle Unterstützung und Begleitung. Die Künstlerin bezeichnet die Malschule als gelungen, wenn mit Freude am Tun zu Hause weitergearbeitet wird. Bei der Abschlusspräsentation wurden die Arbeiten aus Bildhauerei, Malerei, Fotografie und Schreibwerkstatt vorgestellt.

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