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Issum
In Issum hat der Wahlkampf begonnen

Issum: In Issum hat der Wahlkampf begonnen
Clemens Brüx startete in Oermten seinen Wahlkampf in der Gaststätte "Zur Erholung". Dabei legte der Issumer pünktlich los. FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Issum. Clemens Brüx und Stefan Vester starten mit sehr unterschiedlichen Veranstaltungen in die letzten Wochen vor der Bürgermeisterwahl. In Oermten wurde diskutiert. An der Herrlichkeitsmühle überwogen persönliche Gespräche. Von Stefan Kriegel

Nachdem jetzt die konkrete Zahl der Bewerber um das Issumer Bürgermeisteramt feststeht, nimmt auch der Wahlkampf richtig Fahrt auf. Das betrifft nicht nur das bereits intensive Plakatieren im Altbierdorf und Hexenland, sondern auch die beiden ersten Veranstaltungen, zu denen Clemens Brüx und Stefan Vester eingeladen hatten.

Stefan Vester hatte für seinen Auftakt die Herrlichkeitsmühle in Issum ausgewählt. FOTO: Markus van Offern

Das CDU-Ratsmitglied Vester ist der Kandidat der CDU, während der parteilose Brüx von SPD und FDP für das Amt des Bürgermeisters nominiert wurde. Den Reigen der Kandidaten komplettieren in Issum die Bewerber Bernd und Hans-Theo Deckers. Zwischen diesen vier Kandidaten muss der Bürger am Sonntag, 13. September, entscheiden. Brüx und Vester gelten bei politischen Beobachtern als Favoriten für diese Wahl.

Bis dahin sind es nur noch knapp sieben Wochen, von denen noch gut zwei Wochen in die Sommerferien fallen. Gerade vor diesem Hintergrund hatten die CDU- beziehungsweise SPD/FDP-Kandidaten zu einer ersten Veranstaltung eingeladen, die fast zeitgleich stattfanden und unterschiedlicher nicht sein konnten. In der Gaststätte "Zur Erholung" (Fronhoffs) in Oermten trafen sich vor allem die Anhänger von Clemens Brüx und einige Bürger. Der Bewerber aus Issum legte großen Wert auf Pünktlichkeit und stellte sich kurz selber vor. Schnell ging er dann in eine lebhafte Diskussion mit den etwa zwei Dutzend Versammlungsteilnehmern über. Brüx verwies unter anderen darauf, dass er an den in jüngster Zeit getätigten, politischen Entscheidungen nicht beteiligt gewesen sei. Er konnte in diesem Zusammenhang jedoch auf tatkräftige Unterstützung von zahlreichen Ratsvertretern aus SPD und FDP zählen, die auch noch durch weitere Funktionsträger aus den beiden Parteien unterstützt wurden. Auch die Christdemokraten hatten eine Beobachterin geschickt. Während der etwa einstündigen Veranstaltung kristallisierte sich vor allem heraus, dass der Parteilose großen Wert auf Bürgernähe legt. Er möchte unter anderem, falls er gewählt wird, mit den Mitarbeitern der Verwaltung über bürgerfreundliche Öffnungszeiten sprechen. "Es kann nicht sein, dass ein Bürger Urlaub nehmen muss, nur um im Rathaus etwas zu erledigen", so lautet die Auffassung von Brüx. Natürlich kamen auch kommunalpolitische Themen zur Diskussion, zu denen der Kandidat naturgemäß konkret nicht so viel sagen konnte. Dazu gehörte beispielsweise das Planungsbüro ASS aus Düsseldorf, deren Erfolge von den Bürgern als sehr begrenzt angesehen werden oder auch die Diskussion um eine Lautsprecheranlage im Sitzungssaal von Haus Issum.

Genau eine Stunde später begann der Wahlkampfauftakt von Stefan Vester an der Herrlichkeitsmühle in Issum. Damit hatte sich der Sevelener ebenfalls ein "Auswärtsspiel" ausgesucht. In lockerer Atmosphäre versammelten sich etwa 100 Bürger und Parteimitglieder auf dem Platz vor der Mühle und im Gebäude. Persönliche Gespräche bei Salzstangen und Weißbrot standen dabei im Vordergrund.

Während seiner kurzen Begrüßung verwies der CDU-Kandidat auf einen Flyer und verzichtete somit auf seine persönliche Vorstellung. Er deutete auch an, dass er bei der Vielzahl der Gäste nicht mit jedem reden könne, doch habe jeder Bürger die Möglichkeit, ihn anzurufen und um persönliche Gespräche zu bitten.

Ansonsten verwies er in dringenden Fällen auf seine Partei- und Ratsfreunde, die in großer Zahl erschienen waren. Sein Hinweis, dass es an diesem Abend nicht nur Wein, sondern auch andere Getränke gebe, er selber bevorzuge Bier, sorgte für Schmunzeln bei den Zuhörern. Vor allem als Vester auch noch die heimische Marke Diebels erwähnte. Das erste Getränk war übrigens frei, jedes weitere kostete 1,50 Euro. Der Erlös geht an die evangelische Bücherei.

Quelle: RP
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