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Geldern
In Veert soll XXL-Baugebiet entstehen

Geldern: In Veert soll XXL-Baugebiet entstehen
Viel Platz gibt es in Veert zwischen dem Petersfeld und dem Sportplatz. Hier könnten circa 80 Bauplätze entstehen. FOTO: Seybert
Geldern. Zwischen Petersfeld und den Sportanlagen könnten künftig über 70.000 Quadratmeter für die Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Vorplanungen jetzt der Gelderner Politik vorgestellt. Verkehrsanbindung als wichtiges Detail. Von Lutz Küppers

Dieser Lückenschluss ist beim Blick auf die Karte irgendwie logisch. Die derzeitige Brachfläche in Veert zwischen Petersfeld, Grunewaldstraße und Huelspassweg (Sportplatz) soll nun, nachdem kein Vollversorger Interesse an dem Standort zeigte, komplett für die Wohnbebauung vorbereitet werden. Entsprechende Rahmenpläne mit drei verschiedenen Gestaltungs-Varianten für den beliebten Ortsteil hat jetzt Helmut Hardt von der Stadtumbau GmbH aus Kevelaer im Gelderner Bauausschuss vorgestellt. Der Geschäftsführer vertritt den Haupteigentümer der über 70.000 Quadratmeter Fläche, nämlich die Familie Rademacher, die zur Vermarktung eine gleichnamige GmbH gegründet hat. Ebenfalls mit im Boot: die Consens GmbH, der 6000 Quadratmeter Grund gehören, sowie ein weiterer Privateigentümer (1583 Quadratmeter) plus die Stadt Geldern (2289 Quadratmeter).

Das neue Gebiet, das laut Hardt "Lüssfeld" heißen könnte, hat der Planer in drei Quartiere eingeteilt. Der Bauabschnitt 1 besteht aus der Fläche vom Petersfeld bis zum Dreihöfeweg sowie dem Areal zwischen Dreihöfeweg und Nobispfad, der in jedem der drei verschiedenen Rahmenkonzepte für Fußgänger und Radfahrer erhalten bleiben wird. Bauabschnitt 2 erstreckt sich vom Nobispfad Richtung Huelspassweg. Insgesamt könnten hier maximal 80 Bauplätze realisiert werden.

Die drei Rahmenkonzepte, die Hardt den Politikern vorgestellt hat, unterscheiden sich vor allem durch die Verkehrsanbindung. Daher wird eine entsprechende Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, welchen Belastungen das Gebiet wird standhalten müssen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Dreihöfeweg, der die Fläche in etwa horizontal teilt und an der Kreuzung Stauffenbergstraße endet. In einem Modell wird der Dreihöfeweg als ausgebaute Straße präsentiert, die über einen Kreisverkehr an die Grunewaldstraße angebunden ist. In einem zweiten Modell wird der Dreihöfeweg lediglich frei gehalten für eine Querspange. Hintergrund ist natürlich die Tatsache, dass erst die Untersuchung über die sich entwickelnden Verkehre abgewartet werden muss. Im dritten Modell schließlich ist diese Querspange überhaupt nicht vorgesehen.

Blick vom Dreihöfeweg Richtung Booshof. FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)

Laut Hardt sind nun Abstimmungsgespräche vor allem zwischen der Rademacher GmbH und der Consens GmbH bezüglich des weiteren Vorgehens geplant. Gerne will der Städteplaner seine verfeinerten Pläne noch mal im nächsten Fachausschuss vorstellen. Die Politik jedenfalls scheint grundsätzlich nicht abgeneigt zu sein.

Quelle: RP
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