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Wachtendonk
In Wachtendonk soll noch mehr ausgekiest werden

Wachtendonk. Noch mehr Sand und Kies als bisher will die Gelinter Kiesbaggerei aus der Gelinter Heide herausholen. Das Unternehmen beabsichtigt, das Auskiesungsgebiet nach Norden hin zu erweitern - um zusätzliche zehn Hektar. Politik und Verwaltung in Wachtendonk sehen das Vorhaben allerdings kritisch.

Bei einer Gegenstimme äußerte der Gemeinderat generelle Bedenken gegen diese Ausweitung der Abgrabung nördlich der Autobahn 40. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass nach Aussage der Bezirksregierung Düsseldorf aus juristischer Sicht das Vorhaben zulässig ist.

Zwar sei die Erweiterung betriebswirtschaftlich nachvollziehbar, und auch die Gutachten seien offensichtlich ohne Fehler, so Ludwig Ramacher von Bündnis 90/Grüne. Aber: "Es wird wertvolles Ackerland zerstört, und es gibt keine Ausgleichsvorschläge. Wir brauchen keine weitere Wasserfläche." Die Angabe von zehn Hektar sehe sehr nach Salami-Taktik aus, argwöhnte der Grünen-Ratsherr. Er kritisierte, dass schon die Anfänge dieser Abgrabung unter falscher Vorspiegelung des Bergrechts durchgesetzt worden seien.

Keiner wolle die Abgrabung, doch sei sie nicht zu verhindern, resümierte Georg Camp (CDU). So sollte die Gemeinde zumindest möglichst viel für sich aus dieser Auskiesung herausholen.

Deshalb hat der Gemeinderat, sollte seine generelle Ablehnung nicht verfangen, einige Anregungen und Bedenken beschlossen. So soll unter anderem die Querung des Wirtschaftsweges durch eine Förderbandanlage nur gegen einen Gestattungsvertrag mit darin festgelegten Zahlungen möglich sein. Und es wird eine Selbstverpflichtung verlangt, wonach die Folgenutzung der Abgrabungsfläche nur nach enger Abstimmung mit der Gemeinde erfolgen darf.

(kla)
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