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Geldern
In Walbecks "Friedenseiche" lebt die Petticoat-Zeit wieder auf

Geldern: In Walbecks "Friedenseiche" lebt die Petticoat-Zeit wieder auf
Für nostalgische Stimmung sorgten (v.l.) Dr. Frosch, Anita Praktisch und Herr Saubermann. Sie sind "Die Sweethearts". FOTO: Jens Kösters
Geldern. Auftaktveranstaltung vom "Kulturherbst" der Volksbank an der Niers. Die "Sweethearts" entführen ihr Publikum in die Wirtschaftswunderjahre.

Diese Musik muss die Zuhörerin mit der Muttermilch eingesogen haben, denn sie ist in ihrem Geburtsjahrzehnt entstanden. Sie konnte jeden Song mitsingen, und nicht nur sie, sondern viele andere im Publikum machten reichlich und lautstark Gebrauch von ihren Stimmbändern. Dadurch war die Stimmung super, als die "Sweethearts" in der Walbecker "Friedenseiche" zu einer nostalgischen Zeitreise einluden. Es war zugleich der Startschuss für den "Kulturherbst 2017" der Volksbank an der Niers.

Die "Sweethearts" mit Dr. Frosch am Bass, Herrn Saubermann an der Gitarre und Fräulein Anita Praktisch (Gesang) haben sich ganz dem Lebensgefühl und Zeitgeist der 50er Jahre verschrieben. Sie ließen die schönsten deutschen Schlagerperlen wieder lebendig werden.

Vor dem geistigen Auge fuhren die Gäste mit dem ersten Volkswagen in den Urlaub nach Italien. Zwei kleine Italiener träumten von Napoli, Freddy Quinn hatte "Heimweh", und Elvis ließ die Hüften schwingen. Begleitet von witzig moderierten Überleitungen und natürlich der berühmten "Made" von Heinz Erhardt sowie Sketchen von Peter Frankenfeld und Loriot entführten "Die Sweethearts" ihr Publikum in längst vergangene Zeiten und sorgten für Nostalgie pur.

Sie ließen die Wirtschaftswunderjahre mit dem ersten Fernsehprogramm, zwischen "Rauchenden Colts", "Hormocenta" und "Lindes Kaffee" wieder aufleben. Viele der Gäste fühlten sich in die Vergangenheit zurückversetzt, wo alles schöner und einfacher war. Da war eine Frau noch die "brave Hausfrau", die auf ihren Mann wartet, und der Mann noch der "Herr im Haus". Alles drehte sich um die Liebe und den Traum von einem "Cowboy als Mann".

Die erste Veranstaltung des "Kulturherbstes 2017'" war auf ganzer Linie ein Erfolg. Für einen Abend lang war die Welt heil und die Menschen waren einfach nur schön. Das bewiesen auch mit viel Schwung die Boogie-Woogie-Tänzer, die in Bundfaltenhose und Petticoat akrobatische Figuren hinlegten. Da wurde mancher Gast ganz neidisch.

(lin)
 
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