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Geldern
In Weeze Musik mit Schwindelfaktor

Geldern: In Weeze Musik mit Schwindelfaktor
"Physical Theatre" kommt von der Essener Folkwang-Uni: Das illuminierte Schlossgebäude wird zur Fassade für artistischen Tanz in schwindelerregende Höhen. FOTO: Kulturraum Niederrhein
Geldern. Im Rahmen der Muziek Biennale Niederrhein erklingt ein Konzert auf Schloss Wissen. Junge Musiker spielen Kompositionen von der Renaissance bis zu Jazz und Pop. Besonderer Effekt durch einen Tanz an der Fassade. Von Sebastian Latzel

Ein Feuerwerk wie vor 20 Jahren wird es nicht geben, aber der Abschluss des Konzertabends auf Schloss Wissen soll ebenfalls ein ganz besonderes Ereignis werden. Dann werden Vertreter aller teilnehmenden Musikschulen gemeinsam das Stück "The unanswered question" aufführen. Ein Stück, das quasi auch die inhaltliche Klammer für den Abend auf dem Schloss ist. "Morgen" ist die Muziek Biennnale Niederrhein nämlich überschrieben, ein Thema, das dieses Abschlussstück wieder aufnimmt als musikalisches Frage- und Antwortspiel. Und da alles Nachwuchsmusiker sind, wird damit auch wieder das Motto aufgenommen. "Schließlich sind hier die Musiker von morgen zu erleben", sagt Ute Gremmel-Geuchen die künstlerische Leiterin.

Zehn Musikschulen und zwei Musikhochschulen sind mit im Boot, wenn der Konzertabend am Samstag, 24. September, auf Schloss Wissen stattfindet. "Dort bin ich durchweg auf große Begeisterung gestoßen, eine nicht unwesentliche Rolle hat dabei auch der Rahmen gespielt, in dem das Konzert stattfindet", erläutert die künstlerische Leiterin. Denn die Schlossanlage biete eine Kulisse, die ganz besondere Akzente setze. Daher galt der Dank auch Hausherr Raphaël Freiherr von Loë. "Wir finden hier eine unheimliche Offenheit bei der Nutzung der Gebäude vor", freute sich Ingrid Misterek-Plagge, Geschäftsführerin des Kulturraums Niederrhein, der die Musziek Biennale organisiert. Auch dass die Gemeinde Weeze die Veranstaltung so unterstütze, sei inzwischen nicht mehr selbstverständlich. Nicht jede Gemeinde bekenne sich so zur Kultur wie Weeze.

Von Loë stellt sein Haus gerne zur Verfügung. "Wir freuen uns immer, wenn wir gefragt werden und sind schon ganz gespannt auf das Konzert", sagt er.

Der Abend soll zu einem ganz besonderen Erlebnis mit einem ganz besonderen Konzept werden. Statt nämlich vor einer Bühne zu sitzen und einem Konzert zu lauschen, ist die Veranstaltung als "Wandelgang" konzipiert. Die Besucher werden in vier Gruppen aufteilt, die nach und nach durch die verschiedenen Aufführungsorte "wandeln" und dort jeweils ein völlig unterschiedliches Programm erleben. "Das sorgt auch für Kommunikation und Austausch innerhalb der Gruppe", sagt Ute Gremmel-Geuchen.

Der Abend steht unter dem Motto "Best of", daher treten auch die besten Talente der beteiligten Musikschulen auf. Das musikalische Spektrum reicht von der Musik der Renaissance über klassische und romantische Musik bis hin zu Jazz und Pop. Instrumente wie Cembalo, Blockflöte und Harfe werden ebenso zu hören sein wie Klavier, Geige und Violoncello, kleinere Ensembles ebenso wie Orchesterformationen. Erstmalig wird auch die erst vor Kurzem restaurierte Orgel der Schlosskapelle in das Programm mit einbezogen. Zwei junge Nachwuchsorganisten werden Improvisationen und sogar auch Eigenkompositionen zur Aufführung bringen. Ein weiteres Highlight ist zweifellos die Präsentation einer sogenannten Arpeggione, eines dem Cello ähnlichen Instruments aus der Zeit Franz Schuberts.

Mit dem "Physical Theatre" der Folkwang-Universität Essen wird das illuminierte Schlossgebäude zur Fassade für artistischen Tanz in schwindelerregenden Höhen. Die Truppe nutzt den ganzen Raum für ihre Darbietung und wird auch die Schlossmauern einbeziehen.

Am Samstag, 24. September, beginnt das Konzert um 17 Uhr und endet mit einem großen gemeinsamen Finale gegen 22.30 Uhr. Am Sonntagmorgen, 25. September, haben dann die jüngsten Nachwuchstalente in einer musikalischen Matinee in der Zeit von 11 bis 13 Uhr die Gelegenheit, ihr Können zu präsentieren.

Quelle: RP
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