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Geldern
"Insektenbüffet" ist angerichtet im Garten von St. Bernardin

Geldern. Besucher können Pflanzen kennenlernen und genießen. Es gibt auch Gartenecken zum Anmieten und Selbstbepflanzen.

(RP) Für Helga Kaczmarek vom Naturschutzbund (Nabu) ist das, was im Park von St. Bernardin "angerichtet" wird, ein großes "Insektenbüffet": Üppig blühende heimische Pflanzen. Die sind aber auch für Menschen reizvoll und locken jetzt wieder in den Garten der Einrichtung.

Im benachbarten großen Schaubauerngarten werden vom Nabu selten gewordene alte Pflanzenarten angebaut. Interessant sind sie für die vielen Besucher und auch Kinder, die auf das offene Gelände kommen. Ein Tast- und Schnuppergarten lädt zum direkten "Begreifen" ein, und das "Insektenbüffet" erfreut Auge und Tierwelt. Planung und Gartenarbeit wird von Helga Kaczmarek mit Unterstützung einer ehrenamtlichen Gruppe geleistet. Viele Bewohner seien für die schwerere Gartenarbeit zu alt und nicht mobil genug, erklärt Kitzerow. Aber sie erfreuen sich am Wachsen und Gedeihen der Pflanzen. Ein Teil des Gartens kann auch "angemietet" werden, um ihn frei zu bewirtschaften. Unter anderen hat in diesem Jahr eine syrische Flüchtlingsfamilie das Angebot angenommen.

Dabei wäre es um den Garten des ehemaligen Klosters, das behinderten Menschen Obdach bietet und heute zu den Caritas Wohn- und Werkstätten St. Bernardin gehört, schon fast geschehen gewesen. Die verwitterten Umrandungen ehemaliger Frühbeete sollten abgebrochen werden. Rettung kam 2008 durch das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland, das hier ein Umwelterlebnisangebot etablieren wollte. So entstand in den Frühbeeten der "Kräuter- und Blumengarten".

Seitdem folgt ein Naturerlebnis-Projekt auf das vorherige auf dem weitläufigen Parkgelände, freut sich Wohneinrichtungsleiter Hans-Dieter Kitzerow. Hier kann Projektleiterin Helga Kaczmarek die Umsetzung ihrer "niederschwelligen Umwelterlebnis-Ideen" zeigen.

Die möchte sie auch weiter verbreiten. Eine von ihr verfasste Broschüre liefert Tipps, es gibt das Angebot individueller Beratung für Einrichtungen im Gelderner Umfeld. Im Kräuter- und Blumengarten trifft sich Kaczmarek jeden Mittwochvormittag mit älteren Bewohnern mit Behinderungen. Nicht nur um Beete zu pflegen, sondern um zu sehen, zu riechen oder zu fühlen. Geerntet wird später auch.

Quelle: RP
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