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Geldern
Intensivstation im Hospital erneut zertifiziert

Geldern. Die Intensivstation im St.-Clemens-Hospital ist "angehörigenfreundlich". Das bestätigte die Stiftung Pflege bereits im Jahr 2013. Nun wurde die Auszeichnung in einer erneuten Prüfung für weitere drei Jahre bestätigt.

"Wir erleben täglich, wie belastend eine schwere Erkrankung für den Patienten und für seine Angehörigen ist. Dann hilft Nähe", sagt Chefarzt Dr. Carl Schürmann. Der Facharzt für Anästhesiologie und Psychotherapie weiß: "Die Hand halten oder einfach nur da sein, kann zur Genesung beitragen. Den Angehörigen wiederum beruhigt es, wenn er sich kümmern darf."

Die Öffnung der Intensivstation für Angehörige und der Verzicht auf eine starre Besuchsregelung gehören deshalb zum therapeutischen Konzept der Abteilung. "Wann immer es möglich ist, beziehen wir die Angehörigen mit ein", so erklärt der pflegerische Leiter, Herbert Weipert, die Arbeit auf der Station. Angehörige dürfen Hilfestellung geben, können als Vermittler zwischen Patienten und Krankenhaus auftreten. Das schaffe Vertrauen. Schürmann bestätigt: "Gerade in lebensbedrohlichen Situationen ist die Kommunikation mit den Patienten und der Familie bedeutsam. Sind die Angehörigen vor Ort, können wir sie zeitnah über den Zustand und die medizinischen Maßnahmen informieren. Im Gegenzug erhalten wir oft wichtige Information, beispielsweise zu Vorerkrankungen oder Medikamentenunverträglichkeiten."

Die Stiftung Pflege wirbt seit Jahren für die angehörigenfreundliche Intensivstation. Sie macht sich stark für den Verzicht auf Besuchszeiten und für das Recht auf Aufklärung. Derzeit gibt es in Deutschland rund 150 durch die Stiftung zertifizierte Intensivstationen. Eine von ihnen ist die Intensivstation mit zwölf Betten im St.-Clemens-Hospital. Pro Jahr betreuen 24 Pflegende dort rund 1300 Patienten.

Quelle: RP
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