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Geldern
Interreg lockt mit Geld für neue Projektideen

Geldern. Was Europa und dessen Zusammenwachsen "wert" ist, ist nicht zuletzt an den Summen abzulesen, die für grenzüberschreitende Kooperationen veranschlagt werden. Zur Unterstützung der Zusammenarbeit hat die Europäische Union das Förderprogramm Interreg ins Leben gerufen, das im jetzt zu Ende gehenden Projektzeitraum EU-weit ein Volumen von 8,7 Milliarden Euro hatte. Allein für den deutsch-niederländischen Grenzraum standen 300 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fortsetzung der Förderung, Interreg V A, sieht für deutsch-niederländische Projekte 440 Millionen Euro vor.

Ein Großteil dieses Geldes ist an die Zusammenarbeit der Nationen und Regionen gebunden; ein kleinerer Teil jedoch ist viel einfacher zu bekommen. Wessen Konzept die Euregio überzeugt, der kann für seine Initiative bis zu 25 000 erhalten. Insgesamt stehen für derartige Aktivitäten vier Millionen Euro zur Verfügung. Anträge sind ab sofort und so lange möglich, "bis das Geld weg ist", wie Heidi de Ruiter von der Euregio sagt.

Die Frau für die Öffentlichkeitsarbeit freut sich, dass zahlreiche Partner, die schon in den vergangenen Jahren bei Interreg-Projekten mitgemacht haben, auch bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Serie dabei waren. Und gleich einige Vorhaben im Hinterkopf hatten. Vorgestellt wurde im Kellener Euregio-Haus ein Rahmenprojekt für Initiativen bis maximal 25 000 Euro. Aber es ist auch möglich, für Mini-Projekte, bei denen es um eine Unterstützung von nur 1000 Euro geht, die Förderung zu beantragen. "Das kann ein wichtiger beitrag sein, wenn es etwa um ein grenzüberschreitendes Dorffest, ein Sportturnier oder eine Begegnung von Schülern geht", weiß Heidi de Ruiter.

Neu an Interreg V A ist, dass das Antragsprozedere viel einfacher ist: Es ist nicht mehr nötig, einen Wirtschaftsprüfer einzuschalten und Kosten begründende Unterlagen einzureichen, erklärt die Pressesprecherin. Was bedeutet, dass Kosten zum Beispiel für Catering, Raummiete oder Werbung geschätzt werden dürfen; Kostenvoranschläge sind im Regelfall nicht nötig. "Außerdem müssen die Antragsteller, die ja häufig in diesen Dingen wenig Erfahrung haben, nicht alles selbst ins elektronische System einpflegen." Diese Hürde habe in der Vergangenheit manchen Laien davon abgehalten, eine Projektidee einzureichen.

Interessenten können das Antragsformular online unter www.euregio.org finden oder es sich in Papierform zuschicken lassen.

(nik)
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