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Gelderland
Issum bei Internet-Ranking weit hinten

Gelderland. Die Grünen untersuchten die Online-Seiten der Kommunen Von Sebastian Latzel

Der kurze Weg zur Verwaltung wird immer wieder propagiert. Und immer mehr Kommunen setzen auf den ganz kurzen Weg per Internet. Bürger sollen Behördengänge ganz bequem von zu Hause erledigen können - das ist die Theorie. Die Grünen-Landtagsfraktion hat die Internetseiten aller 396 Kommunen in NRW untersucht. Am besten aus dem Gelderland schnitt Kevelaer ab. Die Stadt landete auf Platz 60, kreisweit liegt die Stadt auf Rang drei hinter Kleve und Kalkar.

Selbstkritisch geht Johannes Elbers von der Gemeinde Issum mit dem Ranking um. Die Kommune landete zusammen mit Weeze nur auf Platz 261 der Liste. "Große Städte haben den Vorteil, dass sie ein eigenes Team nur für die Internetpräsenz haben, das können wir als kleine Kommune nicht leisten", sagt Elbers. Es sei ohnehin die Frage, ob Issum überhaupt alles brauche, was da in der Internetbewertung vorausgesetzt wird. "Ich bin mir beispielsweise gar nicht so sicher, ob wir ein Beschwerdemanagement per Internet brauchen. Wir finden es besser, wenn der Bürger mit seinem Anliegen direkt ins Rathaus kommt oder anruft." Auch ein Bürgerbegehren habe es in Isssum noch nicht gegeben. Daher sei dafür die Internet-Seite nicht vorbereitet

Die Kommune habe aber einiges auf dem Sektor getan. So sie eine Reihe an Formularen eingestellt. Alles sei allerdings noch nicht komplett verfügbar. Die Komplettüberarbeitung stehe an.

Die Grünen selbst bewerten Issum wie folgt: "Eine Verwaltungs-App oder die Information von Bürgerinnen und Bürgern über soziale Medien wären Möglichkeiten, die die Stadt Issum stärker nutzen könnte. Gepunktet hat sie mit Verbesserungen der städtischen Webseite bei Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit."

Untersucht hatten die Grünen die Internetseiten in vier Kategorien. Bei E-Government ging es darum, welche Angebote es gibt, um Verwaltungsvorgänge online und unkompliziert von zu Hause zu erledigen. Hier bekam Issum vier Punkte (von 13 möglichen) vor zwei Jahren war es noch acht gewesen. Verbessert hat sich Issum im Bereich Open Government. Dabei geht es um die Möglichkeit der Mitgestaltung der Politik durch den Bürger. Vor zwei Jahren hatte Issum hier noch 0 Punkte, jetzt sind es immerhin 2. Weniger Punkte (2/ vor zwei Jahren 3) bekam Issum im Bereich Open Data, bei der Transparenz der Daten. Vier Punkte (von 1 auf 4) ging es bei den "Weiteren Kriterien" nach oben. Hier untersuchten die Grünen Angebote wie Barrierefreiheit oder Schriftgröße.

Quelle: RP
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