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Issum
Issums evangelische Kantorei gestaltet Festkonzert zum Jubiläum

Issum: Issums evangelische Kantorei gestaltet Festkonzert zum Jubiläum
Ein Orchester unterstützte den Chor, der noch einmal die schönsten und interessantesten Stücke aus seinem Repertoire aufgearbeitet hatte. FOTO: gerhard seybert
Issum. Im Jahre 1890 entstand in Issum ein evangelischer Kirchenchor. Im Jahre 1965 wurde die Arbeit des Chores mit neuem Leben erfüllt und unter dem Namen "Issumer Kantorei" weitergeführt. Aus diesem besonderen Anlass hatte die Issumer Kantorei zu einer Dank- und Festmusik unter dem Motto "Jauchzet dem Herrn alle Welt" eingeladen. Ein Orchester unterstützte den Chor, der noch einmal die schönsten und interessantesten Stücke aus seinem Repertoire aufgearbeitet hatte. Kantor Rolf Pester freute sich, auch nach 50 Jahren mit einem leistungsstarken Chor hochwertige Musik in Issum verwirklichen zu können, und zeigte sich als souveräner musikalischer Leiter und humorvoller Moderator. Von Udo Spelleken

Den ersten Satz der Sinfonie Nr. 5 von William Boyce eröffnete das Orchester im lebhaften Spiel der Geigen frei und voll gewitzten Übermuts. Die ausgeglichene Stimmführung zwischen Ober- und Unterstimmen ermöglichten einen wunderbaren Wechselgesang von Violinen und Cello. "Der Herr ist König", eine Motette von Johann Pachelbel, war von der Kantorei in eindrücklicher Gestaltung, mit fein nuancierter Dynamik und hervorragender Artikulation zu hören. Besser war die dramaturgische Qualität der Bachkantaten kaum zum Klingen zu bringen als mit den Eingangschören "Gelobet sei der Herr, mein Gott", "Erschallet ihr Lieder" und "Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen" aus der Kantate 129. Komplexe Polyphonie prägte die Werke und demonstrierte das hohe Niveau des Chors .

Die Zuhörer konnten bekannte Choräle wie "Lobe den Herrn" und "Nun danket alle Gott" mitsingen und übten sich im Kanon-Gesang. Im Schlusschor des 42. Psalms von Felix Mendelssohn-Bartholdy "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" wirkte die Kantorei in ihrer Energie sehr überzeugend, wenngleich die Pauken hier sehr in den Vordergrund traten.

Im "Ave verum" von Wolfgang Amadeus Mozart verschmolzen Chor und Orchester zu einer Einheit, boten eine Motette im schwärmerischen Duktus mit Ruhe und ehrfürchtiger Spannung. Pfarrerin Yvonne Brück bedankte sich für das Engagement der Sänger, die mit dem Singen die wohl schönste Ausdrucksweise der Stimme pflegten. Mit Händels "Halleluja" aus dem Oratorium "Der Messias" und dem "Amen" endete ein anspruchsvolles wie kurzweiliges Festkonzert, das mit viel Beifall und Rosen für die Mitwirkenden bedacht wurde.

Quelle: RP
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