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Geldern
"Jeremy Days"-Sänger springt in Groin ein

Geldern. Die schlechte Nachricht zuerst: "Fortuna Ehrenfeld", eigentlich Hauptband beim "Konzert im Park" der Lebenshilfe am 11. Juni, muss den Auftritt in Rees-Groin, präsentiert von der Rheinischen Post, aus gesundheitlichen Gründen stark verkürzen. Die gute Nachricht: Es ist bereits Ersatz gefunden worden. Und mit Dirk Darmstaedter, ehemals Sänger und Gitarrist der "Jeremy Days", sicherlich kein schlechter. Von Markus Balser

Darmstaedter ist hier kein Unbekannter, denn wie die Chronisten des Haldern-Pop-Festivals sicherlich wissen, waren die "Jeremy Days" am alten Reitplatz gleich zweimal, nämlich 1991 und 1992, zu Gast. Nur wenige Jahre zuvor hatte die Band aus Hamburg mit "Brand New Toy" einen veritablen Hit in Deutschland landen können. Auch der Song "Are You Inventive?" ist vielen noch ein Begriff. Bis 1995 veröffentlichten die "Jeremy Days" fünf Alben, tourten durch Europa und wurden selbst in England für ihre warmen und tiefschürfenden Songs gefeiert.

Dass Darmstaedter beim Konzert der Lebenshilfe einspringt, ist auch den Organisatoren des Haldern-Pop-Festivals zu verdanken, die den Kontakt zu dem Künstler herstellten und schon in vergangenen Jahren namhafte Künstler wie Honig, "All The Luck In The World" und "Lingby" für die Musikreihe von und für Menschen mit und ohne Handicap begeistern konnten.

Dirk Darmstädter hat gerade sein neues Soloalbum "Beautiful Criminal" veröffentlicht und ist seit Mai auf Deutschlandtournee. Auch wenn die Zeiten der "Jeremy Days" schon etwas zurückliegen, steht der mittlerweile 51 Jahre alte Songwriter immer noch für Pop mit Tiefgang. Verspielt melancholisch ist der "Jäger des großen Pop-Songs" auch heute noch unterwegs.

Unterstützung erhält er bei seinem Auftritt im Sinnesgarten der Lebenshilfe von "fortuna ehrenfeld", die sich zwischen klassischem Singer-Songwriting und pulsierender Elektronik bewegen. Das Trio wird allerdings nur einen etwa 20-minütigen Auftritt abliefern können.

Außerdem mit von der Partie: Lokalmatador "Domingo". Der Singer/Songwriter, der eigentlich Dominik Peters heißt, arbeitet gerade an seinem zweiten Album. Er wohnt im Ruhrgebiet und stammt gebürtig aus Haffen-Mehr. Er ist ein Gitarrenerzähler. Einer, der die alltäglichen Geschichten des Lebens verarbeitet - wohlwollend, sanftmütig und herzlich.

Die Reihe "Konzert im Park" der Lebenshilfe Unterer Niederrhein hat sich mittlerweile etabliert und ist im Reeser Pop-Kalender eine feste Größe geworden. Am kommenden Samstag geht die mittlerweile fünfte Auflage über die Bühne - präsentiert von der Rheinischen Post.

Quelle: RP
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