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Geldern
Jubel für Christel-Mett und feines Mienenspiel

Geldern: Jubel für Christel-Mett und feines Mienenspiel
Im Saal der Dorfschmiede ließen sich die Feiernden nicht lumpen: Sie zeigten gerne, wie viel Spaß sie hatten. FOTO: Gottfried Evers
Geldern. Bei der Kappensitzung in Hartefeld gingen die Gäste ausgelassen mit. Das Programm hatte es auch verdient.

Ausverkauftes Haus, starke lokale Büttenreden, sportliche Tanzauftritte, Stimmungslieder und ein Publikum, das von Anfang an die Akteure lautstark begleitete - schöner hätten es sich Prinz Hoppi I. (Derks), der neue "Blau-Weiß" Präsident Lucas van Stephoudt und all die Narren im Saal kaum wünschen können.

Der Spielmannszug "Blau-Weiß" eröffnete die Sitzung mit einem bunten Liederreigen. Nach der Begrüßung durch "Blau-Weiß"-Boss Norbert Clancett war es an Prinz Hoppi, seine mit Spannung erwartete Prinzenrede zu halten. Sein Tipp an die Narren: "Geht hier im Dorf in die Vereine. Dann ist das Leben nochmal so schön", ermunterte der Prinz, der einräumte, nach seinem Zuzug von Kamp-Lintfort die kleine Gelderner Ortschaft noch nicht ganz in sein Herz geschlossen zu haben. Heute habe sich das ins Gegenteil verkehrt. Als wolle die Prinzengarde diese positive Einschätzung untermauern, legte die "Mett-Garde" einen deftigen Tanz auf die Bühnenbretter. Höhepunkt war ihr Gardelied mit dem passenden Titel "Zwiebelmett".

Gelungen war die Überraschung der Gardisten Michael Görtz und Jürgen Tebart. Sie hatten die pensionierte Grundschullehrerin Christel Clancett in Christel-Mett umgetauft und sogleich ein passendes Riesenposter zur Hand. Mit gewohnt sicherem und immer zündendem Wortwitz wusste Herbert Stienen im gewandten Austausch mit seiner Armpuppe "Pelle" zu begeistern. Die lokale Politik im Auge hatte Herbert van Stephoudt als "Dypter". Vor allem die Flut an Windrädern in Hartefeld, Sevelen und Oermten nahm er kritisch aufs Korn.

Neben dem sportlich ambitionierten Solotanz von "Schmaelenhof-Mariechen" Laurie Forthmann waren es auch die Showtänzerinnen der "Jelly's", der "Blue-White-Busters" und der "Drinka Bells", die die Jecken auf die Stühle trieben. Allesamt kamen sie ohne Zugaben nicht von der Bühne. Im Kontrast dazu der gelungene Auftritt der "letzten Möhnen". Sie simulierten zum puren Vergnügen des Publikums schweigend eine erste Kinoreihe, in die immer wieder neue Gäste einrücken wollten. Ganz feines Mienenspiel, das der Saal mit tosendem Applaus belohnte.

Ganz dem kölschen Karneval gewidmet waren die Lieder des Stimmungssängers Paul Witgens, der aus seiner Liebe zur Domstadt keinen Hehl machte - den "Effzeh" freilich ausgenommen. Zu Köln passte auch der Besuch des Veerter Dreigestirns, das gewohnt gesangsstark überzeugte. Zu steigern war das Programm an dieser Stelle nur noch durch die attraktiven Indianerinnen der "Cai-Piranhas" aus Kerken und durch die Männergarde "Alles hört auf IHR Kommando", die traditionell den Schlusspunkt unter ein schwungvoll dargebotenes Programm setzte. Co-Moderator Sven Forthmann sah jedenfalls das deftige Sessionsmotto bestätigt: "Der Karneval wird richtig fett - auch Prinz Hoppi isst gerne Mett"! Nun freuen sich die Hartefelder auf den Rosenmontagszug der Bruderschaft.

(hvs)
 
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