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Geldern
Junge Musiker in der Welt der Sinfonien

Geldern. Abschluss-Sommerkonzert der Kreismusikschule in Geldern. Fast voll besetzte Lise-Meitner-Aula. Von Wagner bis Jackson. Von Dana Gossens

Geige, Schlagzeug, Trompete, Fagott. Diese und viele weitere Instrumente gestalteten das Sinfoniekonzert der Kreismusikschule am Sonntag. Anlässlich des Orchestertreffens 2016 spielten das Kinderorchester und das Sinfonieorchester im Lise-Meitner-Gymnasium verschiedene Stücke. Das Programm bot Werke von Richard Wagner bis hin zu Michael Jackson. Auf der Bühne stand nichts weiter als die verschiedenen Instrumente. Und die Akteure. Doch das reichte, um die Zuschauer zu begeistern.

Den Anfang machte das Kinderorchester unter der Leitung von Anne Giepner. Sie spielten verschiedene Stücke von berühmten Komponisten wie Robert Schumann. Im Anschluss gab das Sinfonieorchester einige Werke zum Besten.

Johannes Hombergen ist seit zehn Jahren Leiter des Gelderner Sinfonieorchesters mit knapp 70 Mitgliedern. "Es gibt traditionell zwei Orchester. Eines in Kleve und eines hier in Geldern", erklärt Hombergen. "Gegen Ende der Probenphase verbringen wir vier Tage auf Burg Gemen in Borken. Da werden die jeweiligen Teile zusammengesetzt. Die einzelnen Stimmen haben zuvor einzeln geprobt und werden dann mit den anderen Instrumenten verbunden." Dies sei nun das Abschluss-Sommerkonzert. Nun gehe es an die Proben für das nächste Konzert, nämlich ein Benefizkonzert. "Die Proben machen immer sehr viel Spaß, und es gibt ein großes Engagement von Seiten der Schüler", fügt Hombergen hinzu.

Neben den beiden Orchestern trat auch das Schlagzeugensemble auf und sorgte für gute Stimmung. Christian König ist Mitglied im Sinfonieorchester. "Es macht total Spaß. Es ist mal was anderes, da es sinfonische Musik ist. Man spielt auch mal etwas, was man zuvor nicht kannte." Dies bestätigt Hannah Zimmer. Auch sie ist schon seit mehr als zwei Jahren Mitglied. Sie spielt Geige seit acht Jahren. "Zuvor war ich schon im Kinderorchester und bin dann ins Sinfonieorchester gewechselt."

Viele der Mitglieder sind durch die Musikschule auf das Orchester gestoßen. Dort wurden sie zum Mitmachen eingeladen. Das Ensemble probt einmal in der Woche. In den Registerproben üben die verschiedenen Instrumente getrennt. Erst in den sogenannten Tuttiproben werden die einzelnen Elemente zu einem ganzen Werk verknüpft.

Das scheint gut zu funktionieren. Die Resonanz bei den Zuschauern ist sehr positiv. "Ich finde, dass sich das schon sehr professionell anhört", kommentiert Winfried Kübel das Konzert. Auch Monika Tissen ist zufrieden. Sie hat zwei Enkel, die im Orchester mitwirken. "Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder ein Instrument spielen. Musik verbindet Völker. Es ist eine Sprache, die jeder versteht." So scheint es auch nicht zu überraschen, dass fast alle Plätze in der Aula belegt waren. Das Konzert war ein großer Erfolg und machte den Zuschauern Lust auf die folgenden Auftritte.

Quelle: RP
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