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Straelen
Junge Pianistin begeistert in Straelen

Straelen. Nanako Kurita aus Japan im Atrium des Europäischen Übersetzer-Kollegiums. Viel Beifall für ihr Programm mit Werken von Beethoven, Chopin, Skrjabin und Schumann. Zugabe mit Chopin. Von Yvonne Theunissen

Der Straelener Kulturring hatte einmal mehr zu einem Klavierkonzert ins Atrium des Europäischen Übersetzer-Kollegiums (EÜK) eingeladen. Dort gastierte am Samstag die junge japanische Pianistin Nanako Kurita.

Kurita absolvierte die Tokyo University of Arts mit mehreren Auszeichnungen und trat bereits mit vielen Orchestern als Solistin auf. Ihr Können wurde mit verschiedenen Preisen belohnt. Seit anderthalb Jahren studiert Kurita an der Folkwang-Hochschule der Künste in Essen bei Professor Henri Sigfridsson. Das Konzert auf Einladung des Kulturrings und mit freundlicher Unterstützung durch die Kawai Europe GmbH war ihr erstes Konzert in Deutschland und somit sowohl für die Künstlerin als auch für die begeisterten Zuhörer etwas ganz Besonderes.

Das sah auch Alexander Voigt, Vorsitzender des Kulturrings, so: "Ich kann Ihnen sagen, wenn der Cheftechniker von Kawai kommt und den Flügel stimmt, können Sie ungefähr erahnen, wie wichtig uns diese junge Dame ist."

Den ersten Programmpunkt bildete die Klaviersonate Nr. 13 in Es-Dur von Ludwig van Beethoven. Hier gingen die einzelnen Sätze genau wie vom Komponisten gemeint ineinander über. Ausdrucksvolle Tempiwechsel endeten in einem furiosen Allegro.

Es folgten zwei wunderbar einfühlsam interpretierte "Nocturnes" von Frederic Chopin, die das Publikum so beeindruckten, dass es glatt vergaß, zu applaudieren.

Das letzte Stück vor der Pause, die Fantasie in h-Moll von Alexander Skrjabin schließlich, trug die junge Pianistin sehr kontrastreich und vehement vor und entwickelte so eine unglaubliche Dynamik.

Nach der Pause freute sich Kurita, die "Kreisleriana" von Robert Schumann "in dieser schönen Bücherei spielen zu dürfen", und spielte damit auf das gleichnamige Werk von E.T.A. Hoffmann an. Die Vorgaben des Komponisten setzte sie exakt um. Durch ihre unglaublichen technischen Fähigkeiten flossen die schwierigen Passagen nahtlos ineinander über und boten ein umfassendes Klangerlebnis.

Belohnt wurde die Pianistin mit lang anhaltendem Applaus, den sie mit einer weiteren Nocturne von Chopin erwiderte.

Nicht nur Voigt war am Ende begeistert: "Ich glaube, ich habe Ihnen nicht zu viel versprochen."

Bereits am Samstag, 18. November, 17 Uhr, steht mit Alexander Gadjiev das nächste Klavierkonzert im Atrium des Europäischen Übersetzter Kollegiums auf dem Programm. Er will Schumann und Brahms spielen. Eintrittskarten gibt es für elf Euro (acht Euro für Jugendliche und Kulturring-Mitglieder) beim Kulturring und beim Bürgerservice im Rathaus.

Quelle: RP
 
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