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Geldern
Junger "Star" für Geldern-Film gesucht

Geldern: Junger "Star" für Geldern-Film gesucht
Ein Drehort wird der Mispelbaum sein. Fing dort alles an? Laut der Sage mussten dort Wichard und Lupold von Pont gegen einen feuerspeienden Drachen kämpfen. Der sterbende Drache röchelte noch "Gelre!" Die Stadt Geldern wurde daraufhin von den Herren von Pont als Erinnerung an diese Heldentat gegründet. FOTO: Thomas Binn
Geldern. Von der Drachensage bis zum Zweiten Weltkrieg: Für den Historischen Verein dreht Thomas Binn einen Film über die bewegte Geschichte der Herzogstadt. Die Rheinische Post hilft bei der Suche nach dem Hauptdarsteller. Von Dirk Möwius

Wer möchte Filmstar werden? Die Rheinische Post sucht gemeinsam mit Filmemacher Thomas Binn und dem Historischen Verein einen Jungen, etwa im Alter von zehn bis zwölf Jahren, der die Hauptrolle in einem neuen Film über Gelderns Geschichte übernehmen soll. Gemeinsam mit professionellen Schauspielern wird er an die besonderen Ereignisse in der Entwicklung der Herzogstadt erinnern - von der Drachensage bis zur Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Filmemacher Thomas Binn mit (v.l.) Dr. Beate Sturm, Peter Wagener und Christel Sager vom Historischen Verein Geldern in den Kasematten. FOTO: Thomas Binn

Der Historische Verein möchte den Film drehen lassen, um die Geschichte der Stadt lebendig zu halten. Engagiert wurde dafür Thomas Binn aus Kevelaer, Fotograf und Filmemacher. Das Konzept: In der Kneipe "Op den Tomp" von Tute Mahnes sitzen der Wirt und die drei anderen Stadtoriginale Marelle Köb, Spül Leen und Thei Piepenül, die zwischen 1835 und 1935 in Geldern lebten. Unter dem Tisch hockt Leo, der Sohn von Tute Mahnes, und schnappt die Geschichten und Anekdoten aus Gelderns Historie auf. Verbunden werden die Geschichten dann mit Bildern von den Orten der Handlung. Thomas Binn: "Das moderne Geldern wird nie zu sehen sein. Es geht im Film komplett um das historische Geldern."

Der gesuchte junge Schauspieler aus Geldern und Umgebung sollte gut lesen können, textsicher sein und Spaß am Schauspielern mitbringen. "Ich sehe den Jungen mit seinen schmutzigen Füßen und den verdreckten Knien schon vor meinem geistigen Auge unter dem Kneipentisch", sagt Binn. Gedreht wird voraussichtlich im November. Mindestens fünf Drehtage, so weit es geht an den Wochenenden, würden für den jungen Darsteller anfallen. Die Bewerber werden zu einem Casting eingeladen, wo sie vor der Videokamera ihr Können zeigen sollen, bevor die endgültige Entscheidung fällt, wer Leo Mahnes spielen wird.

Einer der Drehorte wird der alte jüdische Friedhof sein. FOTO: Thomas Binn

Der fertige Film soll im nächsten Jahr in einer öffentlichen Veranstaltung gezeigt werden. "Vielleicht auf dem Marktplatz, vielleicht auch im Kino - das müssen wir noch sehen", sagt Filmemacher Binn. Danach wird er im Internet jederzeit kostenlos zur Verfügung stehen. "Ich finde es toll, dass der Film als freies Gut für jeden zur Verfügung stehen wird und nicht einfach in irgendwelchen Schubladen verschwindet", freut sich der Regisseur und ausführende Produzent. Drehorte in Geldern werden unter anderem der alte jüdische Friedhof, das Refektorium, der Mühlenturm und die Kasematten sein.

Kinder, die die Rolle von Leo übernehmen wollen, können sich per E-Mail unter thomas@binn.de bewerben. Ein Foto sollte mitgeschickt werden, ebenso ein kurzer Satz, warum sie sich für diese Rolle interessieren. Selbstverständlich müssen die Eltern ihr Einverständnis erklären. Kostüme werden gestellt, ein professioneller Maskenbildner wird für das richtige Aussehen sorgen. Ein Honorar gibt es für den Auftritt nicht. Wer noch Fragen dazu hat, kann sich auch direkt an Thomas Binn, Telefon 02832 930311, wenden.

Quelle: RP
 
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