| 00.00 Uhr

Geldern
Kaiser: "Konzept mit XXL-Öffnungszeiten"

Geldern. Als Sven Kaiser am Samstag mit seinen Kindern zum Nikolausmarkt kam, waren die enttäuscht. Und er als Gelderns Bürgermeister auch. "Die Kinder wollten Schlittschuhfahren. Mit Eisstockschießen konnten die nun wirklich nichts anfangen." Zumal er sich noch an den ordentlichen Start mit Veranstalter Rent & Event im Jahr 2012 erinnert. Damals hatte der Gelderner Uli Hotstegs die Eisbahn gestellt. Doch mittlerweile ist auch Kaiser einfach nur ernüchtert vom Nikolausmarkt: "Ich bin geschockt, wie es auf dem Markt aussieht." Es sei peinlich, dass solche Veranstaltungen in den Ortsteilen funktionieren, in der Innenstadt aber nicht.

Doch Lamentieren hilft nicht, sagt der Bürgermeister. Er denkt schon an den nächsten Markt, denkt auch laut über eine Verkürzung nach. "Ich habe da mal an eine Veranstaltung von Freitag bis Sonntag gedacht - mit verkaufsoffenem Sonntag und verlängerten Öffnungszeiten für die Läden am Freitag und Samstag bis 21 Uhr." Das würde er gerne mit zwei Abendveranstaltungen kombinieren. "Die beiden Musik-Veranstaltungen des Werberings heute und am nächsten Mittwoch könnten doch auch am Freitag- und Samstagabend im nächsten Jahr für einen vollen Markt sorgen." Auch die Einbindung von Vereinen und heimischen Händlern sei einfacher, lässt Kaiser seinen Gedanken relativ freien Lauf. Nach Karneval will er daher die Beteiligten wie Werbering und potenzielle Veranstalter ins Bürgerforum zu einem Gespräch einladen. Kaiser: "Wir brauchen ein gescheites Konzept, eine Planung." Dass das auch Geld kosten kann, gibt er zu.

Vielleicht spielt ja die Schausteller-Dynastie Bruch aus Düsseldorf eine Rolle bei künftigen Planungen. Denn die Firma betreibt derzeit schon den großen Glühwein-Stand auf dem Gelderner Nikolausmarkt. Und veranstaltet auch den Weihnachtsmarkt in Ratingen.

Eine Alternative für Geldern?

(luk)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Geldern: Kaiser: "Konzept mit XXL-Öffnungszeiten"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.