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Kerken
Kerkens Rat beschließt Konzept zur Windenergie

Kerken. Die Mitglieder im Kerkener Rat haben entschieden: Der so genannte Teilflächennutzungsplan Windenergie wird auf den Weg gebracht - mit einigen wenigen Änderungen, die aus dem neuen Regionalplan aus Düsseldorf resultieren. Der ist den Planungen der Gemeinde übergeordnet und erst gut zwei Wochen alt.

Der Stadtplaner Michael Ahn von "Wolters Partner" aus Coesfeld riet deshalb den Politikern im Bauausschuss Anfang Juni, noch zu warten. Hätte sich nämlich was in dem Regionalplan geändert, hätte sich Kerken dem anpassen müssen. Und tatsächlich was das Warten richtig. Ahn: "Östlich von Aldekerk war eine Konzentrationszone für Windenergie vorgesehen. Ganz fürchterlich mit vielen Konflikten." Der Experte hat die Argumente, die gegen diese Zone sprechen, der Bezirksregierung Düsseldorf vorgetragen - und die haben offenbar gezogen: "Im aktuellen Regionalplan gibt es diese Zone nicht mehr", sagt Ahn. Für neue Windanlagen in Frage käme jetzt zum Beispiel die Zone in Nieukerk. Hier hatte aber auch die Untere Landschaftsbehörde im Kreis Kleve Bedenken wegen der möglichen Masse der Anlagen. Vor allem in Hinblick auf den Artenschutz.

Das hat zu Auflagen für die Betreiber der möglichen Windanlagen geführt: mindestens 300 Meter Abstand zwischen den Anlagen, so dass Fledermäuse und Vögel Korridore zum Fliegen haben. Das bedeutet aber auch, dass nur zehn neue Windanlagen in Nieukerk möglich sind. Den Modellfliegern hilft das wenig. Doch die Gemeinde will sich für Vereinbarungen zwischen dem Club und möglichen Betreibern einsetzen.

(see)
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