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Geldern
Kervenheim fit fürs Bezirksschützenfest

Geldern. Die Vereine räumten bei der "100-Besen-Aktion" im Ort kräftig auf. Auch Pfadfinder und Landwirte packten kräftig mit an. Das Projekt stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl in dem Kevelaerer Ortsteil. Von Julia Latzel

Das Gemeinschaftsgefühl stärken und dabei etwas Gutes tun - getreu diesem Motto machten sich am Samstag zahlreiche Kervenheimer auf, um ihr Dorf zu verschönern.

Schon 2005 hatte es die "100-Besen-Aktion" in Kervenheim gegeben. Ortsvorsteher Martin Brandts war daraufhin in den vergangenen Jahren immer wieder von Leuten aus dem Dorf angesprochen worden, ob die Aktion nicht wiederholt werden könnte. "Wir können uns nicht beklagen, dass unser Dorf dreckig wäre. Wir werden gut von der Stadt unterstützt. Die Aktion ist nur zusätzlich", berichtet der Ortsvorsteher.

Organisiert wurde die Aktion von den elf geselligen Vereinen in Kervenheim. Der Termin war schnell gefunden. "Weil in der nächsten Woche das Bezirksschützenfest ist, dachten wir, dieses Wochenende ist perfekt, um unser Dorf zu verschönern", so Brandts. "Das klappt aber nur gemeinsam, wenn sich viele Freiwillige finden, die mit anpacken."

Das ließen sich die fleißigen Kervenheimer nicht zweimal sagen und so packten unter anderem die Pfadfinder und die Landwirte kräftig mit an. Dabei stand vor allem auch die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Ort im Vordergrund.

Die "100-Besen-Aktion" gibt es auch in anderen Ortschaften und ist keine Erfindung der Kervenheimer. "Der Besen ist dabei nur ein Synonym. An vielen Plätzen müssen wir zu größeren Gerätschaften greifen", berichtet Horst Neisius, Vorsitzender des Heimatvereins. "Wir haben zum Beispiel ein herrenloses Grundstück, auf dem sehr hoch Unkraut steht", fügt Willi Scholten vom Dorfmarketingverein WIR für Kervenheim hinzu.

Tatsächlich gab es aber auch 100 Besen vor Ort. Die hatte die Volksbank an der Niers gespendet und durften am Ende von den Helfern mit nach Hause genommen werden. Auch die Stadt Kevelaer unterstützte die Aktion mit einigen Containern.

In kleinere Gruppen aufgeteilt, machten sich die Kervenheimer an verschiedenen Orten gleichzeitig ans Werk: Spielplätze, Wander- und Fußwege standen unter anderem auf ihrer Liste. "Das ist für mich gleichzeitig auch eine Bestandsaufnahme und man kann schauen, wo man weitere Ideen entwickeln könnte", ergänzt Brandts.

Nach getaner Arbeit fanden die Kleingruppen noch einmal am Gelände des Sportplatzes zusammen und der Heimatverein lud zu Grillwürstchen und Kaltgetränken, um sich zu stärken und auszutauschen. Nach so viel Einsatz und Engagement hatten sich die Kervenheimer das auch verdient. Und so können die Gäste beim Bezirksschützenfest am kommenden Wochenende von der Aktion profitieren. Auch in Zukunft soll es solche Aktionen regelmäßig geben. "Es gibt immer Baustellen, an denen Hilfe benötigt wird", erklärt Neisius.

Quelle: RP
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