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Wachtendonk
Klang-Artisten beim Wachtendonker Kulturkreis

Wachtendonk. Musik, im besten Fall ist sie nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern verbindet darüber hinaus auch noch Menschen miteinander. Ein wunderbares Beispiel für diese Art von nicht nur exzellenten, sondern auch zusammenführenden Tönen, war das "Dritte Wachtendonker Musikwochenende". An drei verschiedenen Abenden spielten jeweils zwei verschiedene Einzelkünstler oder Teams im Bürgerhaus "Altes Kloster". Der örtliche Kulturkreis hat bei der Auswahl der Klangvirtuosen wieder ein sehr gutes Händchen bewiesen und wartete mit so abwechslungsreichen wie interessanten Musikern auf, die allesamt sich und ihre speziellen Instrumente dem begeisterten Publikum präsentierten.

Am Freitagabend machte Joe Kiki aus Togo den Anfang. Mit Gitarre, Mundharmonika und Saxophon spielte der vielseitige Künstler nicht nur Stücke aus seiner afrikanischen Heimat, sondern auch deutsche Werke. Mit ebenso viel Herzblut wie Spielleidenschaft traten danach Lea Brückner mit ihrer Geige und Raphael Stefanica an seinem Cello auf. Die erst 18 Jahre alte Brückner, die wegen ihres Talentes in der Spitzenförderung der Folkwang Musikschule Essen ist, wurde gefühlvoll begleitet von Stefanicas Spiel.

Am Samstag wurde es exotisch, als die in Frankreich geborene Audrey Lehrke ihr Marimbaphon auspackte und mit ihrer ehemaligen Schülerin Charlotte Hahn am Vibraphon Klänge produzierte, die man bislang in ihrer Fremdartigkeit selten zu hören bekam, aber von denen man im Anschluss gerne einen Nachschlag haben wollte. Muammer Kuzey führte den staunenden Zuhörern gekonnt die Baglama, die türkische Laute, vor.

Am frühen Sonntagabend um 17 Uhr war der Abschluss der Veranstaltung in Form von Gitarrenmusik und Gesang etwas klassischer, aber nicht weniger faszinierend. So wob Martin Jonas Holzke ein sehr pantheistisch unterfüttertes, gefühlvolles Klangbild, während der 1988 geborene Daniel Sänger aus Mönchengladbach mit eigenen Liedertexten Eindruck machte.

Neben ihren jeweiligen Talenten war das Spannendste an den Auftritten, dass die Musiker zwischendurch immer wieder aus ihrem Leben erzählten. Wie sie etwa auf verschiedene Stücke gekommen waren, oder auch, was ihr Bezug zu einer bestimmten Musikrichtung ist und wie dieser beeinflusst wurde. Richtig intim waren die Erinnerungen, die viele der ausgewählten Klangexperten offenbarten. Das vom Wachtendonker Kulturkreis sehr schön ausgeführte Musikwochenende wird so noch vielen Besuchern in Erinnerung bleiben.

(cnk)
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