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Geldern
Klangvielfalt in der Heilig-Geist-Kirche

Geldern. Benefizkonzert zugunsten eines biblischen Sommercamps in Ungarn. Rund 100 Zuhörer erleben Chöre aus Düsseldorf und Geldern sowie Bläser aus Geldern. Das Programm reicht von Johann Sebastian Bach bis zu John Rutter. Von Udo Spelleken

Ein ungewöhnlich vielfältiges Programm erlebten rund 100 Zuhörer in der Heilig-Geist-Kirchebei einem Benefizkonzert zugunsten eines biblischen Sommercamps für bedürftige Sinti- und Roma-Kinder im ungarischen Debrecen. Die evangelisch-reformierte koreanische Kirchengemeinde Düsseldorf und Oberhausen, deren Chor bereits zum fünften Mal in Geldern auftrat, hatte diese Freizeit ins Leben gerufen. Pfarrerin Sabine Heimann freute sich über das Interesse der Gemeinde, und Pfarrer Jae-Woan Kim zeigte vorab in einem kurzen Film Bilder dieses christlichen Miteinanders.

Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Geldern unter der Leitung des erfahrenen Harald Höhler umrahmte die Darbietungen und sorgte mit einem kraftvollen "Intrada" des österreichischen Komponisten Ernst Tittel und dem Choral von Johann Sebastian Bach "Jesus bleibet meine Freude" (BWV 147) für eine würdevolle Einstimmung.

Mit drei Liedern des englischen Chorleiters und Komponisten John Rutter überraschten die Sänger der evangelischen koreanischen Kirchengemeinde. Die nur sieben Frauen- und drei Männerstimmen entfalteten höchst souverän und originell unter dem Dirigat von Minga Seo die vielschichtige Harmonik und Rhythmik im Titel "Für die Schönheit dieser Welt". Sie unterstrichen mit makellosen Stimmen den melodischen Erfindungsreichtum der Musik und gaben den Liedern auf frische Art suggestive Kraft.

Zusammen mit der Gelderner Kantorei erklang unter der Leitung von Jeehyun Park das "Gnadenlied" des finnischen Komponisten Kari Tikka, das in mehr als zehn Sprachen weltweit übertragen wurde. Der Gospel "Holy is the Lamb" des norwegischen Songwriters und Dirigenten Tore W. Aas und die moderne geistliche Motette "Der Weg der Liebe" des schwedischen Autors Jerker Leijon gaben einen interessanten Einblick in die zeitgemäße skandinavische Chorliteratur.

Mit dem Gitarristen Jungtae Cho präsentierte sich ein ungewöhnlich begabtes Nachwuchstalent, das mit dem "Largo aus der Sonate Nr. 3" von Johann Sebastian Bach, dem "Montemayor" von Federico Moreno Torroba und der "Nocturne Rêverie" op. 19 von Giulio Regondi das Publikum in Erstaunen versetzte. In einer feinfühligen Interpretation mit technischer Perfektion erklangen die Stücke in trügerischer Leichtigkeit.

Chorgesang von Maurice Duruflé und Vytautas Mikinis bestätigten die Buntheit des Repertoires. Eun Ok So (Viola) und Minhye Kim (Klavier) sorgten mit dem Matthäus-Zitat "The Lord is so good" für eingängig nachhaltige Klänge, die vom Posaunenchor mit dem obligaten "Prince of Denmark's March" und dem gemeinsam gesungenen "Irischen Reisesegen" beschlossen wurden.

Quelle: RP
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