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Issum
Knackweiden in Fleuthkuhlen windfest gemacht

Issum. Am Ufer der Fleuth war eine Gruppe aus Naturbegeisterten aktiv. Die Bäume werden alle sechs Jahre geschnitten.

Der Niederrhein ist bekannt für seine Vielzahl an Weidenbäumen. Schnell können sie mehrere Meter hoch werden. Das birgt allerdings auch Gefahren. "Wenn sie zu hoch werden, können sie unter der Windlast brechen", erklärt Hermann Josef Windeln, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Issum/Sevelen.

Und deshalb tat sich jetzt eine Gruppe zusammen, um den Baumbestand zurückzuschneiden. Vom Treffpunkt in Issum ging es los ins Naturschutzgebiet Fleuthkuhlen, wo mehrere Knackweiden am Ufer der Issumer Fleuth seit mehr als einem Jahrzehnt stehen.

"Das Gebiet hier gehört der NRW-Stiftung. Wir vom Nabu kümmern uns treuhänderisch um den Baumbestand. In der Regel werden die Bäume alle sechs Jahre geschnitten", erklärte Windeln, der lange Jahre Lehrer an der Sevelener Hauptschule war. Mit Schnittwerkzeug und Kettensägen bepackt, legte die Gruppe nach einer kurzen Einweisung direkt los. Mitmachen konnte jeder, der Interesse an der Arbeit hatte.

"Ich mache das zum ersten Mal. In erster Linie interessiere ich mich für die abgeschnittenen Äste, die ich später zu einem Iglu zusammenbauen werde, in dem meine Tageskinder spielen können", erklärte Gertrud van Leuven. Etwas mehr Erfahrung dagegen hatte Lorenz Packy, der schon seit vielen Jahrzehnten Mitglied im Naturschutzbund (Nabu) ist. "Ich mache überall mit, wo es etwas zu tun gibt. Die Knackweide hat sehr weiches Holz, deshalb kommt man mit der Kettensäge auch gut durch", sagte er.

Zunächst wurden die dicken Äste abgetrennt, ehe es an die Feinarbeit ging. "Das Kleinholz bleibt größtenteils hier liegen. Gegen eine kleine Spende können die Äste aber auch mitgenommen werden", sagte Windeln.

Uwe Linke, der erst seit einigen Jahren am Niederrhein wohnt, hatte jedenfalls keine Probleme, das Gehölz zu zerteilen. "Ich bin seit rund 20 Jahren Hobbygärtner. Das Holz ist schön weich. Andere Holzarten sind deutlich härter. Einige Äste werde ich für meine Ziegen mitnehmen, die dann die Rinde abknabbern können", sagte Linke.

Auch in den kommenden Monaten sollen an einigen Stellen Weidenbäume so zurückgeschnitten werden, dass sie bei starkem Wind erst gar nicht umfallen können. Wo und wann, steht laut Windeln aber noch nicht fest.

(cad)
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