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Geldern
Köstliches Durcheinander auf der Bühne

Geldern: Köstliches Durcheinander auf der Bühne
Der ewige Junggeselle Matthes Möhri stand während des Theaterabends in Veert im Mittelpunkt des Geschehens. FOTO: Gerhard Seybert
Geldern. Die Laienspielgruppe der St.-Martin-Gemeinde Veert präsentierte das Stück "Wer nicht hören will, muss fühlen". Der Auftritt kam bestens an. Die Verwicklungen sorgten für zahlreiche Lacher durch die gut aufgelegte Truppe. Von Anke Kirking

"Wer nicht hören will, muss fühlen." Diesen Spruch kennt sicherlich jeder. Denn dieser Satz ist der Lieblingssatz vieler Eltern. Meist steckt dahinter eine schmerzvolle Erfahrung die man als Kind gemacht hat, weil man nicht auf den elterlichen Rat gehört hat.

Doch die Laienspielgruppe der St.-Martin-Gemeinde in Veert hat unter diesem Titel ein tolles Theaterstück aufgeführt. In drei Akten zeigten die Laienschauspieler ihr ganzes Können. Im Vordergrund steht Matthes Möhri (gespielt von Heinz Kellerbach), der ewige Junggeselle, der sich und seine Wohnung nicht sonderlich gut in Schuss hält. Schon sein erster Auftritt mit Bademantel und ohne Zähne lässt schallendes Gelächter durch den ausverkauften Raum tönen.

Seine Schwestern Helma Wachs (gespielt von Marianne Engels) und Josefa Klein (gespielt von Lena Lenzen) kümmern sich aufopferungsvoll um Matthes. Helma widmet sich den Finanzen und Josefa dem Haus. Dann gibt es da noch den Nachbarn Alfons Ängstlich (gespielt von Martin Wolter), er ist der beste Freund von Matthes. Der arme Alfons hat nicht viel zu lachen. Seine Tochter, die Erna Greulich (gespielt von Anne Lenzen), hält ihren eigenen Vater ganz schön an der kurzen Leine. Auch ihren Ehemann, Hartmut "Hardy" Greulich (gespielt von Daniel Murmann), hat die resolute Erna fest unter der Knute. Hardy sucht daher sein Abenteuer bei einem Blind Date. Die Frau will er bei Matthes im Haus treffen.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Schwestern haben die Nase voll, von der vielen Arbeit mit ihrem Bruder. Sie wollen eine polnische Rundumbetreuung für Matthes anstellen. Dieser lässt sich von der Notwendigkeit überzeugen, weil er davon ausgeht, es handele sich um eine junge und schöne Frau. Sein Kumpel Alfons beneidet ihn schon im Vorfeld. Zusammen wollen sie ein Überraschungsgeschenk kaufen.

Als die beiden wiederkommen, wird es rasant. Ludmilla Butsch (gespielt von Leonie Dohmen), die heiße Blondine, trifft bei Matthes ein, um sich mit Hardy zu vergnügen. Es ist aber nur der Staubsaugervertretter Eugenius Swirl (gespielt von Dave Drake)da. Er stottert und niest die ganze Zeit, und die hübsche Blonde versteht nur Bahnhof. Dann taucht Hardy auf, der auf sein Abenteuer wartet. Kurz darauf trifft auch noch Radka Motzky (gespielt von Marion Lenzen) ein. Das polnische Rundumwunder spricht mit herrlichen Akzent klare Worte. Während Radka auf Hardy trifft und ihn für Matthes hält, treffen Matthes und Alfons danach auf die hübsche Ludmilla und halten sie für Radka.

Das Publikum kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Alles ging so rasant und so witzig über die Bühne, dass man sich schon vor lauter Prusten den Bauch halten musste. Da fehlt nur noch die gute Erna. Zack, schon steht sie auch noch in Matthes' Haus, und Hardy bekommt eine ordentliche Abreibung. Was für ein herrliches Durcheinander. Eine tolle Komödie mit viel Tempo und tollen Charakter-Darstellern.

Dass alles so toll zusammenpasst, ist auch der 91-jährigen Regisseurin Hanna Dohmen zu verdanken. Sie hat die Truppe noch immer gut im Griff.

Quelle: RP
 
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