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Issum
Kreative Vielfalt auf dem Oermter Berg

Issum: Kreative Vielfalt auf dem Oermter Berg
Kreativ sein und Spaß haben: Von diesem Leitspruch ließen sich die Teilnehmer des VHS-Kurses bei ihren künstlerischen Arbeiten lenken. FOTO: Gerhard Seybert
Issum. Zum 18. Mal veranstaltete die Volkshochschule Gelderland im Schönstatt-Zentrum ihre Sommerakademie. Idyllische Umgebung für Maler, Bildhauer und Schriftsteller. Eine Anregung durch den geplanten Neubau des Zentrums. Von Liss Steeger

Ein breitgefächertes Angebot machte auch die 18. Sommerakademie der Volkshochschule Gelderland im Schönstatt-Zentrum auf dem Oermter Berg zu einem Erfolg. "Es geht neben der Kulturarbeit um ganzheitliche Vernetzung", meinte der Fachbereichsleiter Karl-Heinz Pasing.

Klangmassage nach Peter Hess mit Gertrud Stamprath ist eine Form der Tiefenentspannung mit tibetischen Klangschalen. Ein Entspannungstag mit Yoga und Meditation mit Beate Pastowski richtete sich auf eine Harmonisierung der körperlichen und psychischen Kräfte.

Die einzige Aufgabe für das Malen, Bildhauern und Schreiben lautete "Kreativ sein und Spaß haben". Bereits zum 23. Mal fand die VHS-Malschule mit der Künstlerin Rosa Gabriel statt. Ihre Teilnehmer konnten sich im Einmaldruckverfahren (Monotopie) versuchen und erreichten durch den Positiv- und Negativdruck gleich zwei individuelle Werke. Im Hinblick auf den Neubau des Schönstatt-Zentrums hatte Gabriel im Vorfeld das Thema "Vergangene Orte" angeboten. Sie bot damit die Möglichkeit, eigene Ansatzpunkte zu finden. Mit dieser Anregung fühlte sich Brigitta von Twickel wohl und interpretierte es für sich persönlich. Ihre Mappe fürs Architekturstudium vollendete Lea Scholz aus Stenden. "Endlich habe ich das mit den Perspektiven verstanden", freute sie sich. Jessica Wahlen aus Kempen muss sich für das erweiterte Studium "Kommunikationsdesign" mit einer Mappe bewerben. "Die wollen sehen, wie geschickt man ist", sagte sie und zeigte stolz ein Porträt ihrer Mutter.

"Spielend schreiben", hieß es bei der Schreibwerkstatt mit Elisabeth Kuhs, die sich darüber freute, dass es für die 15 "Schreiberlinge" diesmal besonders lustig war. "Lachen setzt so viele positive Energien frei, so dass es im Gegenzug stimmungsvolle Texte gibt", meinte sie.

Es ist ihr gelungen, die Teilnehmer fürs Lesen, für ästhetische Phänomene, für Erzählkunst und die Schönheit der Sprache zu sensibilisieren. Alle Schreibanregungen wurden als Herausforderung angenommen und individuell umgesetzt, so dass bei der Abschlusspräsentation vielfältige Texte vorgelesen wurden.

Auch die Bildhauer-Werkstatt im idyllischen Umfeld des Schönstatt-Zentrums wurde professionell von der Bildhauerin Monika Bänsch geleitet. "Die sieben Teilnehmer sollen selbst Sachen in den Steinen sehen", meinte sie. Mit Hammer, Fäustel, Knüpfel und Meißel wurden die Sand- oder Tuffsteine bearbeitet. Elke Füngers, die im offenen Ganztag der St.-Nikolaus-Schule in Issum beschäftigt ist, wollte ursprünglich aus den zur Verfügung stehenden Materialien eine Katze oder einen Engel gestalten. Doch nacheinander wuchsen Eule, Grimasse und ein halber Uhu aus ihren Steinen. "Ich habe hier gelernt, dass der Stein mir ganz klar sagt, was mit ihm zu machen ist", erklärte Michael Deselaers aus Straelen, der mit seiner Schleiereule sehr zufrieden war.

Hinweis: Weitere Informationen im Internet auf der Seite www.vhs-gelderland.de.

Quelle: RP
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