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Straelen
Krebskranke Kinder erholen sich am Niederrhein

Straelen. Die Bilder der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl kennen die meisten. Bilder, die bis heute immer noch erschreckend sind. Und obwohl die Katastrophe sich vor über 30 Jahren ereignete, kämpfen Kinder noch heute mit den Folgen. Von Florian Maaßen

Deshalb sind seit Anfang vergangener Woche elf an Krebs erkrankte Kinder aus der Tschernobyl-Region in Straelen, um ihr Immunsystem zu stärken. Sie kommen aus einer Kinderkrebsstation in Gommel und werden für zwei Wochen hier sein.

Unter anderem ging es in Motorbooten schon über das Leukermeer und über die Maas. Auch ein Besuch im "Wunderland Kalkar", im Duisburger Zoo, auf dem Straelener Schnäppchenmarkt, eine Fahrt zu einer Kart-Bahn in Weeze und ein Rundflug mit einer Cessnas über den Niederrhein standen auf dem Programm. Zum "Badespaß ging es ins H2OH Tönisvorst". Weitere spannende Ziele sind noch in Vorbereitung für die jungen Gäste. Während ihres Aufenthaltes leben die Kinder in Gastfamilien. Dolmetscherinnen und eine Ärztin aus der Klink in Weißrussland begleiten sie.

Laut Studien kann ein drei bis vier Wochen langer Aufenthalt in Deutschland die Lebenserwartung der Kinder deutlich verlängern. Organisiert wird die Reise von dem Verein "Hilfe für krebskranke Kinder aus der Tschernobyl-Region". Der 2015 gegründete Verein entwickelte sich aus der "Privatinitiative zu Gunsten notleidender Tschernobylkinder". Von 1999 bis 2015 konnten durch sie 230.000 Euro an Spendengeldern gesammelt werden. Diese wurden auch sinnvoll eingesetzt. 60.000 Euro gingen zum Beispiel an den Verein "Hilfe für Krebskranke Kinder".

Kinder die schon mal die Erholungsmaßnahme in Deutschland erlebt haben bezeichnen den Niederrhein als "Wunderland". Und nun können auch weitere Kinder dieses Wunderland erleben.

Quelle: RP
 
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