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Straelen
Kreis: Bau von Asylhäusern am Berghsweg ist rechtens

Straelen. Nachbarn meinen, der Baustart für die neuen Unterkünfte sei ohne Genehmigung erfolgt. Die Klever Kreisverwaltung dementiert.

Der Start der Bauarbeiten für weitere Flüchtlingsunterkünfte am Berghsweg hat für Unmut in der Nachbarschaft gesorgt. Ende August sind die Bagger angerollt. Aber zu diesem Zeitpunkt habe es noch gar keine Baugenehmigung dafür gegeben, beklagen Anwohner. Ein Nachbar hat nun nach eigenen Angaben mit Hilfe von Mitstreitern Schreiben an rund 200 Haushalte im Umfeld der Straße "Am Gieselberg" verteilt, in denen er Stadt, Kreis und Politik kritisiert.

Neben der Anschuldigung, den Bau ohne Genehmigung begonnen zu haben, wirft er Politik und Verwaltung Trickserei vor und kündigt rechtliche Schritte an. Den Briefen ist ein Antwortformular beigelegt, in denen der Initiator abfragt, ob die Empfänger eine Klage gegen den Bau der Flüchtlingshäuser unterstützen oder ablehnen würden.

Von Bauarbeiten ohne Erlaubnis könne aber nicht die Rede sein, erklärt dazu der Kreis Kleve, über den die Genehmigungen laufen. Ende August seien auf dem Grundstück am Berghsweg lediglich Kanäle neu verlegt worden, und es sei Schotter aufgebracht worden. Diese Schritte gelten als "bauvorbereitende Maßnahmen": "Dafür braucht man keine Baugenehmigung", sagt Kreis-Sprecherin Ruth Keuken. Und für "das Vorhaben als solches", also die Errichtung von Mobilheimen für 48 Personen am Berghsweg, "wurde die Baugenehmigung am 1. September erteilt", so Keuken weiter. Das Vorgehen sei also insgesamt mit dem Kreis abgestimmt.

Um die entstehenden Mobilheime am Berghsweg hat es schon in der Planungsphase Ärger gegeben: Bürger schlugen andere Positionierungen der Bauten vor.

(szf)
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