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Geldern
Kreismusikschule rockt mit neuer Band

Geldern. Die seit einem halben Jahr bestehende Formation hat noch keinen Namen. Die sechs Mitglieder verfügen jedoch schon über teilweise lange Bühnenerfahrung. Neben Cover-Songs gehören eigene Kompositionen zum Repertoire. Von Michael Klatt

Christian Leukers leitet das Lied mit einigen Arpeggios auf seiner E-Gitarre ein. Zu den zerlegten Akkorden liefert Nicholas Davies-Garner ein zartes Gitarren-Solo, durch Christian Pieth mit langen Bass-Tönen unterlegt. Mit einem verzerrten Stakkato führen die beiden Gitarren zum Einsatz auch der übrigen Musiker - das sind Schlagzeuger Felix Mecklenburg, Gitarristin Susanne Damann und Sängerin Patrizia Wekking. "Alles, was wir hatten, war'n wir zwei", singt sie ins Mikrofon. Zweistimmige Gitarrensoli sind als Hauptthema zwischendurch zu hören.

Die sechs Musiker im Alter zwischen 17 und 50 Jahren proben in der Tonhalle der Kreismusikschule (KMS) Geldern. Sie sitzen beziehungsweise stehen gerne im Kreis, was die Kommunikation einfacher macht. Sie bilden die noch namenlose neue Rockband der KMS. Im Sommer wurde sie formiert. Pieth, der seit den Sommerferien an der KMS Lehrer für Gitarre, E-Bass und Elementare Musikpädagogik ist, leitet die Proben.

Jeder aus dem Sextett spielte früher beim Electric Sound Orchestra (ESO), dem bisherigen Rock-Pop-Ensemble der KMS. Lange Jahre stand es immer wieder auf der Bühne und erspielte sich eine Fangemeinde. Es hatte auch einen Auftritt bei der diesjährigen Gelderner Straßenparty. "Doch dann wussten wir nicht, wie es mit dem ESO weiter geht", berichtet Leukers. Nach der Sommerpause hieß es dann: Leiter Paul Polacek geht in den Ruhestand, und er macht auch das ESO nicht weiter.

Pieth übernahm die Leitung von Polacek. Doch bei dem jetzigen Ensemble ist fast alles anders. "Wir fahren das ESO auf die kleine Variante zurück", kündigt der Bassist an. Statt voluminöser Orchesterbesetzung hin zur klassischen Band. Auch soll es mehr in Richtung Songwriting gehen, mit Vorliebe, aber nicht ausschließlich Alternative oder Blues-Rock. Pieth beschreibt die Vorgehensweise: "Das ist ein fließender Prozess, jeder wirft etwas hinein." Da alle erfahrene Musiker seien, reagierten sie schneller aufeinander.

Der erste Auftritt steht noch in den Sternen. "Die Truppe ist noch in der Findungsphase", sagt KMS-Leiterin Anne Giepner. Pieth weist darauf hin, dass unter Polacek vom ESO ein Drei-Stunden-Programm erarbeitet worden sei. Und davon sei fast alles über den Haufen geworfen worden.

Die neue Band will sich auf eigene Songs konzentrieren. Daneben aber probt sie Cover-Versionen, nicht zuletzt, um sich musikalisch kennenzulernen und schnell ein Programm aufzubauen, das für ein Konzert reicht.

Nach der Gesprächsrunde ist in der Tonhalle wieder Probenarbeit gefragt. Leukers zupft erneut die Gitarrensaiten. Diesmal ist es das Intro von "Tage wie diese" von den Toten Hosen.

Quelle: RP
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