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Geldern
Kreisverwaltung empfiehlt die Grippeschutzimpfung

Geldern. Jetzt steigt das Risiko, an einer Virusgrippe zu erkranken. Deshalb empfiehlt die Gesundheitsabteilung der Kreisverwaltung Kleve eine rechtzeitige Schutzimpfung gegen Grippeviren. Besonders wichtig ist sie für Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie für medizinisches Personal.

Deutschlandweit nimmt nur etwa jeder Zweite über 60 das Angebot zur Grippeschutzimpfung wahr. Auch wenn nicht alle Menschen einen 100-prozentigen Schutz durch die Impfung mit abgetöteten Grippevirusbestandteilen erlangen, wird doch der Anteil an schweren Grippeerkrankungen durch eine hohe Impfquote verringert. Eine Grippeerkrankung kann durch die Impfung nicht ausgelöst werden. Insbesondere ältere und chronisch kranke Menschen profitieren von der Grippeschutzimpfung, denn bei diesen Personen treten häufiger als bei jüngeren Menschen Komplikationen bei einer Grippe auf, insbesondere Kreislaufstörungen und Lungenentzündungen. Darüber hinaus nutzt diese Impfung Berufstätigen mit häufigem Menschenkontakt, denn sie erkranken dann weniger oft. Ferner verbreiten sie das Virus seltener, denn ein mit Influenzaviren Infizierter ist bei Beginn der ersten Krankheitssymptome für weitere vier bis fünf Tage ansteckend.

Eine echte Influenzagrippe zeichnet sich im Vergleich zu anderen Virusinfektionen der Atemwege durch ihren plötzlichen Beginn mit hohem Fieber, Reizhusten, starken Kopfschmerzen, oft Gliederschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl aus. In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle in Deutschland meist im Januar und dauerte 14 bis 18 Wochen. Der Grippeimpfstoff wird regelmäßig angepasst, da sich die Influenzaviren immer wieder ändern. Der Impfstoff besteht regelmäßig aus mindestens drei Impfstoffkomponenten. In der "Grippesaison 2015/2016" wurden rund 71.000 Grippeerkrankungen in Deutschland gemeldet, im Kreis Kleve waren es 134 Fälle. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um die per Virusnachweis registrierten Fälle, die damit nur die "Spitze des Eisbergs" zeigen. "Es handelte sich insgesamt in der vorigen Saison um eine deutschlandweit eher leichtere Grippewelle. Im Kreis Kleve hatten wir jedoch mehr Virusnachweise als im Jahr davor", so Martina Scherbaum, Leiterin der Gesundheitsabteilung der Kreisverwaltung. Da die Impfung gut verträglich ist, empfiehlt sich in den nächsten beiden Monaten auf jeden Fall eine Impfung.

Die Kreisverwaltung Kleve weist auf weitere Schutzmaßnahmen hin Wichtig ist das Abstandhalten zu Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung. Außerdem kann gründliches Händewaschen mit Seife vor Infektionen schützen. Ferner sollte in die Ellenbeuge oder ein Taschentuch gehustet oder geniest werden.

Quelle: RP
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