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Geldern
Künstler Busch will keine Bomben im Markt-Relief

Geldern. Der Künstler Peter Busch will im Sockel der Skulptur vom "Alten Geldern" , die am Gelderner Marktplatz aufgestellt werden soll, lieber keine Bomben sehen. Sein Urteil: "Das geht meiner Meinung nach so nicht."

Er hat den Entwurf für das Kunstwerk zwar selbst angefertigt. Den Plan, unter dem Relief vom alten Stadtbild zwei Fliegerbomben als Symbol für dessen Zerstörung zu platzieren, habe er aber nie gut gefunden, betont er. Er sei durch die anderen Initiatoren im Verein "Pro Markt" einfach überstimmt worden.

Er bringt alternative Vorschläge an. So könne man eine weitere Skulptur anfertigen: Die Bomben, platziert in einen Handwagen wie von Nachkriegs-Schrottsammlern, mit dem Schriftzug "Ein jeder ziehe seiner Geschichte Last". Oder man könne eine Ausschreibung für ein Kunstwerk mit den beiden Bomben starten, um die Ideen weiterer Kollegen einzuholen.

Um die Sprengkörper im geplanten Kunstwerk wird angeregt diskutiert. Kritiker meinen, dass die Schuld für die Zerstörung der Stadt durch die Darstellung bei den Alliierten gesehen werde könne statt beim nationalsozialistischen Deutschland. Peter Busch schließt sich dieser Sorge an, und er sei damit nicht allein, betont er: "Ich kenne mittlerweile eine Menge Menschen, die das gleiche Problem haben wie ich." Der Verein "Pro Markt" hingegen ist mehrheitlich der Auffassung, dass es um die sachliche Erinnerung an historische Tatsachen geht: die Bombardements im Zweiten Weltkrieg.

(szf)
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