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Geldern
Kulturtage mit langer Museumsnacht

Geldern. Teils gute Resonanz bei den Kreis Klever Kulturtagen. Kleve zählt mehr als 600 Besucher, Moyland fast 700. Insgesamt gingen über 120 Veranstaltungen über die Bühnen kreisweit. Konzerte der Kreismusikschule rundeten den Reigen ab. Von Matthias Grass und Michael Klatt

Kleve Ein Prominenter aus dem Kreis Kleve ist zum Bildmotiv geworden: In leicht gebeugter Haltung begutachtet Landrat Wolfgang Spreen ein Kunstwerk - festgehalten von einem der 15 Gelderner Freizeitkünstler auf einem der Bilder in der Heilig-Geist-Kirche. Beuys' Stimme hallt quer durchs Foyer: Sein "Jajaja-Neeneenee" durchbricht die Stille im Klever Museum Kurhaus. Einzelne Paare, Grüppchen ziehen an den Werken der großen Beuys-Ausstellung "Werklinien" vorbei, genießen die Ruhe. Es ist entspannt und schon vergleichsweise spät. Fast 20 Uhr, keine typische Museumszeit am Samstag. Aber es ist kein normaler Samstag - es ist die "Lange Nacht der Museen" bei den Kreis Klever Kulturtagen.

Wenn in den Metropolen Massen durch die Häuser ziehen, sind es in Kreis Kleve immer noch Gruppen, die auch zu später Stunde in die Museen finden. Über 600 Kulturfreunde fanden ins Kurhaus. Museum Schloss Moyland zählte über 700 Menschen, die im und um Schloss Moyland lustwandelten. Im Haus Koekkoek löschte das Licht um 24 Uhr. "Es war ein sehr gelungenes Veranstaltungswochenende mit mehr als 300 Besuchern", resümiert die künstlerische Leiterin Ursula Geisselbrecht-Capecki. Im Wasserturm Geldern hatten rund 40 Künstler zum Thema Grün eingeladen. "Dort herrschte reger Zulauf, es war richtig was los", sagt Kreissprecherin Ruth Keuken, die gestern bei den Teilnehmern Eindrücke sammelte.

Der Kreis hatte alle Kulturinstitute eingeladen - und die antworteten mit mehr als 120 Veranstaltungen an zwei Tagen, die in Museen lockten, die vor allem die kleinen ehrenamtlichen Museen ins Licht holten. Mit Dank an die Mitarbeiter blickte gestern Landrat Wolfgang Spreen auf ein ereignisreiches Wochenende zurück. Er besuchte am Sonntag unter anderem das Naturparkzentrum Wachtendonk "Haus Püllen", das Stiftsmuseum Wissel und das Klever Schuhmuseum. "Die Häuser liefern Heimatgeschichte ,zum Anfassen'", freute sich der Landrat über die Vielfalt von großer Kunst in Moyland und Kleve bis zur Postkartenausstellung in der alten Mühle in Uedem. Das Schlösschen Borghees in Emmerich sei für ihn wieder einmal ein Erlebnis gewesen.

In Kevelaer waren die Museumsmacher des Niederheinischen Museums für Volkskunde und Kulturgeschichte mit der Resonanz sehr zufrieden: 450 Gäste zählte das Haus am Wochenende - trotz zahlreicher Veranstaltungen in Kevelaer. Zufrieden war auch Harald Münzner für das Kalkarer Museum: Man erreichte mit 250 Besuchern Vorjahresniveau. Das Gleiche gilt für das Museum Koenraed Bosmann in Rees: 120 Besucher seien eine gute Zahl, sagt Ruth Keuken. Während im Museum Goch die Lesung und "die lange Nacht" viele Freunde fand, hielt sich der Besucherandrang wegen des gleichzeitigen Miteinanderfestes im Rahmen. Auch das PAN in Emmerich war nicht wirklich zufrieden, will aber im kommenden Jahr wieder dabei sein.

Ein Höhepunkt in allen Kommunen waren die Konzerte der Kreismusikschule, die viele Veranstalter als Magnet empfanden: Hier zeigten die Nachwuchs-Musiker, was sie können.

Quelle: RP
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