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Geldern
Kunstrasenplatz: GSV Geldern wehrt sich gegen Kritik

Geldern. Bei der Verteilung von Trainingszeiten auf seinem Platz kommen andere Vereine nicht zu kurz, sagt der Club. Von Sina Zehrfeld

Der Verein GSV Geldern fühlt sich ungerecht behandelt. Er protestiert nun heftig gegen die Skepsis, die ihm in der Diskussion um einen weiteren Kunstrasenplatz für Gelderns Sportlandschaft entgegenschlug. In der politischen Debatte wurde der Umgang des GSV mit seinem Platz nämlich als Negativ-Beispiel genannt.

Das sei "eine echte Frechheit", sagt der Vorsitzende Dietmar Hartenstein. Zunächst mal vergebe der GSV nämlich seit zwei Jahren schon keine Trainingszeiten mehr an auswärtige Vereine. Stattdessen sei man ausgesprochen bemüht, den anderen Clubs der Stadt entgegenzukommen. "Der SV Veert, der SV Walbeck, Grün-Weiß Vernum - die kommen alle und trainieren bei uns", beginnt Hartenstein aufzuzählen: "Wir tun alles, um Kapazitäten freizusetzen."

Gelegentlich, wenn die Trainingszeiten eigener Mannschaften sich mit denen von Gästen aus den anderen Ortsteilen überschnitten, teile man den Platz auch auf. "Wir machen schon viele Dinge möglich", betont Hartenstein.

Der Stundensatz, den die Besucher bezahlten, sei mit 3,50 Euro übrigens eher zu niedrig als zu hoch berechnet. Schließlich gehe es um Energiekosten, Wasserverbrauch und dergleichen. Aber der Preis sei in Absprache mit der Stadt Geldern "irgendwann mal festgesetzt worden, und wir halten uns daran".

Generell kann Hartenstein den Eindruck, der GSV vernachlässige andere Gelderner Clubs in seinen Planungen, überhaupt nicht nachvollziehen: "Ich weiß nicht, wo das herkommt, dass wir städtische Vereine außen vor lassen würden", sagt er ungehalten. "Das kann für meine Begriffe nur aus der Historie stammen." Womöglich äußerten sich alte Streitpunkte, deren Ursachen inzwischen längst behoben seien und die keine Rolle mehr spielen dürften, sich bis heute in Kritik und Vorbehalten. Hartenstein versichert: "Wir halten uns an die Vorstellungen der Stadt und der Politik."

Die Lokalpolitik plant den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes in der Stadt. Der Standort ist noch nicht festgelegt, wobei der SV Veert sich allerdings sehr um eine solche Anlage bemüht. Die Verteilung der Trainingszeiten auf dem neuen Platz soll dann durch die Stadtverwaltung erfolgen, damit alle Vereine fair und neutral bedacht werden.

Quelle: RP
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