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Geldern
Kunstvielfalt lockt an Gelderner Marktweg

Geldern: Kunstvielfalt lockt an Gelderner Marktweg
Bei Sonnenschein ließen sich die präsentierten Kunstwerke entspannt betrachten. FOTO: Seybert
Geldern. Zum vierten Mal Ausstellung bei der Familie Janicke-Junghans. Zwölf Beteiligte zeigen ihre Werke. Bei schönem Wetter viele Besucher bei der Veranstaltung. Kompositionen sprechen alle Sinne an. Von Liss Steeger

Zum vierten Mal hat die Familie Janicke-Junghans ihren Garten zur Kunst-Art geöffnet. "Wir wollen das künstlerische Leben fördern", erklärt Dr. Andreas Janicke, der den zwölf Ausstellern keine Standgebühr berechnet. Durch den Wechsel der Aussteller werden den Besuchern immer wieder neue Aspekte beschert. Familie, Freunde und Nachbarn unterstützen das Ehepaar organisatorisch und kulinarisch. Zu allen Genüssen kam das schöne Wetter, das die Massen auf den Marktweg zog. Somit war der Spruch auf einem Ton-Schild "Essen ist ein Bedürfnis - Genießen eine Kunst" doppeldeutig Programm.

Rita und Thomas Konietzko stellen auch für SOS-Kinderdörfer aus. Ihre miteinander kombinierten Ton- und Holzarbeiten waren sicher ein Höhepunkt. Der gelernte Schreiner drechselt von Hand und stellt Insektenhotels oder wundervolle Schüsseln her. Großzügig verteilt hatte Hubert Engels seine großformatigen Werke, Figürliches und Abstraktes. Interaktionen mit der Sonneneinstrahlung ließen neue Perspektiven erscheinen. Ebenfalls auf dem ganzen Gelände verteilt zeigt Geologe Janicke seine Steinmänner (Wegweiser, Mahner und Wächter). "Bild- und Betongestaltung" betreibt Elke Haefs, die ihre Skulpturen mit Holz kombiniert. Ihre Buchstabenbetonobjekte eignen sich insbesondere zum Verschenken.

Rob van den Broek betreibt in Afferden eine eigene Gießerei. In einem Buch erklärt er, wie anhand seiner Wachsmethode etwa aus einem Platanenblatt eine Bronzeplastik entsteht. Glas in Stein ist die Leidenschaft von Huub Simons. "So naturbelassen wie möglich", sagt der in Holz verliebte Reemt Schneider in Bezug auf seine Skulpturen, mal harmonisch rund, mal skurril. Sein "Fallobst des Waldes" ist die Haagsche Eiche von Hoensbroech.

"Gartenkunst und mehr" ist das Thema von Reimund Franke, der kurzfristig für den erkrankten Klangkünstler Jochen Fassbender eingesprungen ist. Bizarren Silberschmuck stellte Nicolette Korteling-Kool in der antiken Scheune aus. Dort war auch Stephanie Lenders untergebracht, deren Vorliebe für Kopfbuchen erkennbar ist. Dazwischen befinden sich auch Stillleben mit Abstrahierungen oder ein Außenbanner, Acryl auf Nylon. Für seine verstorbene Mutter Ulla H'loch-Wiedley war Sohn Kay vertreten. Ihre Plastiken nehmen keinen Blickkontakt zum Betrachter auf und haben eine gerundete, glatte, durch das Einreiben mit Wachs glänzende Oberfläche. Rebecca Anhamm zeigte ihre Filzsachen, deren Herstellung sie auf ihrer Filzfarm auch anderen näher bringt. Beate Dethmers-Janicke leitet den Chor "Art & Weise", der genau so wie die Kaffeehausmusik von Ludger Wirsig zu allen Genüssen eine Kunst-Art-Komposition für alle Sinne vollendete.

Quelle: RP
 
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