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Geldern
Landesregierung stützt Kreis-SPD

Geldern. "Verkehrsminister Groschek bleibt bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber Gigerliner in NRW und stützt damit die Haltung der SPD-Kreistagsfraktion, die die Forderung von Landrat Spreen, CDU, FDP und AfD für die Zulassung von Lang-LKW im Kreis Kleve immer abgelehnt hat", erklärt der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende und Landratskandidat Jürgen Franken anlässlich des Antwortschreibens des Landesverkehrsministeriums vom 24. Juli zur Resolution des Kreistages Kleve für Lang-LKW.

"Wir wollen auch in Zukunft auf unseren Autobahnen im Kreis keinen Groß-Lastwagen mit einer Länge bis zu 25,25 Metern begegnen, sondern vielmehr den bereits begonnenen Wechsel in der Verkehrspolitik fortsetzen und zunehmend mehr Gütertransport auf der Schiene und den Binnenwasserstraßen abwickeln. Lang-LKW lösen keines unserer derzeitigen Verkehrsprobleme. Im Gegenteil, sie schaffen neue. Schäden an Knotenpunkten und Kreisverkehren durch erweiterte Schleppkurven und erhöhte Kosten für entsprechende Parkplätze auf Rastanlagen sind ja nur zwei Beispiele für unnötige Kosten eines bereits umfänglich laufenden Feldversuchs", so Jürgen Franken. "Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt die Haltung von Verkehrsminister Groschek, den Feldversuch nicht auszuweiten oder gar Positivstrecken im Kreis Kleve zu benennen, auf denen Lang-LKW in Zukunft fahren könnten", freut sich der SPD-Landratskandidat über die Bestätigung der SPD-Position durch den zuständigen Fachminister. "Nordrhein-Westfalen unterstützt lediglich die kleine Lkw-Variante mit einer maximalen Länge von 17,80 Metern. Diese gerade einmal um 1,30 Meter verlängerten Sattelzüge erlauben es, Güter wesentlich effizienter von der Bahn auf den Lastwagen und umgekehrt zu verladen. Das unterstützt das Ziel der SPD, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Die verlängerten Sattelzüge werden statt bisher 16,50 Meter künftig 17,80 Meter lang sein. Damit sind sie noch kürzer als die bislang schon überall zugelassenen Gliederzüge (Lkw mit Anhänger), die 18,75 Meter Länge aufweisen dürfen", so Jürgen Franken.

"Bei der Betrachtung der Verkehrsträger Binnenschiff, Güterzug und Straße ist die Beförderung per LKW die ökologisch schlechteste Variante. Unsere Straßen sind bereits heute an vielen Stellen vollkommen überlastet. Monster-Trucks, Giga-Liner oder Lang-LKW würden unseres Erachtens schon alleine aufgrund der Verkehrsdichte in NRW mit ihren vielen Autobahnkreuzen und Anschlussstellen das Risiko und die Gefahren für die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich erhöhen. Die Verkehrsbelastung mit Staus würde durch die Giga-Liner weiter gesteigert", ist sich der Landratskandidat sicher.

Quelle: RP
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