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Straelen
Landgard wächst

Straelen. Voraussichtlich im Oktober nimmt die gemeinsame Blumenversteigerung mit FloraHolland ihre Arbeit auf. Für den zu erwartenden höheren Warenumschlag werden unter anderem neue Hallen gebaut. Von Michael Klatt

Franz-Willi Honnen bewertet die Maßnahme als historische Chance. "Zum ersten Mal gehen zwei verschiedene Unternehmen mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung auf einem Gebiet zusammen." Damit meint er die Vereinigung der Blumenversteigerung von FloraHolland (Venlo) sowie von Landgard in Lüllingen und Herongen am Standort Herongen. "Veiling Rhein-Maas" heißt die neue Firma, die zu diesem Zweck gebildet wird. Honnen, derzeit Bereichsleiter der Versteigerung in Lüllingen, wird neben dem Niederländer Ad van den Enden Geschäftsführer der neuen GmbH sein.

Zurzeit bestimmen Baumaschinen das Bild auf dem Landgard-Gelände in Niederdorf. Denn die Konzentration zwingt zur Erweiterung. Laut Torsten Brandt, Bereichsleiter Marketing/Kommunikation bei Landgard, entstehen rund 34  000 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche. Damit wächst die Hallenkapazität auf rund 177  000 Quadratmeter. Nur so lasse sich der zu erwartende höhere Warenumschlag bewältigen. Kunden können Boxen mieten, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Außerdem entstehen etwa 80 freie Rampen.

Änderungen gibt es auch im Versteigerungssaal. Die Zahl der Uhren wird von sechs auf acht erweitert. Bei zweien davon werden die Blumen nicht auf Kettenbahnen in den Saal gefahren werden, sondern auf einer Videowand erscheinen. Die Länge der Kettenbahnen wächst von sechs auf knapp zehn Kilometer. Die Zahl der Plätze auf der Tribüne steigt um 150 auf dann 618. Zusätzlich wird die Fernversteigerung per Internet ausgebaut.

80 neue Mitarbeiter

Das Versteigerungspersonal wird statt bisher 200 rund 280 Mitarbeiter umfassen. Die Zusammenführung, bei der nicht zuletzt Synergie-Effekte genutzt werden sollen, kostet auch einige Jobs. Schließlich sollen Doppelbesetzungen vermieden werden. "Aber für die betroffenen Beschäftigten gibt es einen Sozialplan", betont Honnen.

Das Joint Venture von FloraHolland und Landgard bezieht sich nur auf die Versteigerung. Ansonsten bleiben die beiden Unternehmen Wettbewerber. Der im vergangenen Juli bei der Ankündigung der Kooperation mitgeteilte Zeitplan kann nicht gehalten werden. Unter anderem verzögerte der harte Winter die Baumaßnahmen um etwa 20 Tage. Statt Juli soll die Veiling Rhein-Maas jetzt im Oktober 2010 starten.

Lüllingen bleibt als Landgard-Standort erhalten. Dorthin sollen laut Honnen die Geschäftstätigkeiten aus Uedem und Kevelaer verlagert werden. KOMMENTAR

Internet Frühere Berichte über Landgard und das Gewerbegebiet Niederdorf unter www.rp-online.de/geldern.

Quelle: RP
 
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