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Gelderland
Landrat schweigt zu Vergütungen

Gelderland. Der neue Erlass zu Nebentätigkeiten betrifft auch den Landrat. Auch er muss künftig Geld aus Tätigkeiten, die einen Bezug zu seinem Hauptamt haben, an den Kreis abgegeben. Natürlich werde man rechtskonform handeln, heißt es dazu von Seiten des Kreises. "Zur Höhe der Vergütungen wie auch zur Frage, ob und in welchem Umfang diese Vergütungen abgeführt wurden, werden aufgrund der Nicht-Öffentlichkeit der Daten keine Angaben gemacht", teilt Kreissprecherin Ruth Keuken mit.

So ganz richtig ist das nicht. Denn die Bezüge, die der Landrat aus seiner Tätigkeit im Verwaltungsrat der Sparkasse Kleve bekam, sind öffentlich für jeden im Bundesanzeiger im Jahresabschluss einzusehen. Genau 3800 Euro waren es, die Wolfgang Spreen 2014 für diese Tätigkeit bekam. Hinzu wird Geld aus der Tätigkeit im Kommunalbeirat Geldern der Sparkasse Krefeld kommen. 200 Euro erhalten die Mitglieder hier pro Sitzung. Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser, der ebenfalls in diesem Gremium sitzt, kalkuliert für 2016 mit rund 800 Euro aus dieser Tätigkeit. So viel wird in etwa auch der Landrat bekommen. Sven Kaiser will das Geld der Gelderner Tafel spenden. Vom Kreis Kleve gab es nur die Aussage, dass der Landrat keine Angaben dazu mache, wie er das Geld verwende. Bezüge von Sparkassen darf er behalten.

Die Sparkasse Kleve existiert bekanntlich nicht mehr. Statt dessen gibt es die neue Sparkasse Rhein-Maas. Auch hier wird Landrat Spreen im Verwaltungsrat vertreten sein. Er ist gerade in das Gremium gewählt worden. Die Bezüge für die Mitglieder sollen in den nächsten Wochen festgelegt werden.

(zel)
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