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Kerken
Lisa Feller begeistert im Adlersaal

Kerken. "Guter Sex ist teuer. Schlechter leider auch." Zu dieser Erkenntnis kommt Lisa Feller, Kabarettistin und Schauspielerin, in ihrem fast gleichnamigen Bühnenprogramm "Guter Sex ist teuer." Seit 2014 tourt sie unter diesem Slogan durch Deutschland und berichtet auf sehr humorvolle Art und Weise von dem anstrengenden Leben einer alleinerziehenden Mutter, die ihren Mann verlassen hat und jetzt vor der Herausforderung steht, zwei Söhne großzuziehen und gleichzeitig ihr Beziehungs- und Sexualleben auf die Reihe zu bekommen. Von Thorben Kleinstäuber

Lisa Feller ist im deutschen Showbusiness keine Unbekannte. Durch Shows wie "TV total", "Schillerstraße" oder "Schloss Einstein" kennt man die Komödiantin auch aus verschiedenen Fernseh-Formaten. Neben ihren TV-Auftritten war sie mit verschiedenen Bühnenprogrammen unterwegs. Nach "Der Teufel trägt Pampers" (2012) und "Kill Bernd - aber vorher bringt er noch den Müll runter" (2010) ist "Guter Sex ist teuer" ihr drittes Bühnenprogramm. Etwas mehr als 400 Gäste, vorwiegend Paare oder Ehepartner, hatten im ausverkauften Adlersaal Nieukerk die Möglichkeit, eine etablierte Show-Größe zu erleben.

Mit nunmehr 39 Jahren und alleinstehend sieht sich Lisa Feller täglich mit den Problemen des "Mama-Daseins" als Vollzeit-Job konfrontiert. Dass dabei ihre Bedürfnisse zu kurz kommen, scheint ihre Kinder kaum zu interessieren. Dennoch begibt sie sich ab und zu mit ihrer Freundin Britta auf die Jagd nach Männern. Dass jedoch nicht mehr alles so einfach geht wie noch vor 20 Jahren, muss die gebürtige Düsseldorferin ernüchtert feststellen. Angewiesen auf Tipps aus der Frauenzeitschrift "Brigitte", muss sie sich eingestehen, dass die schlanke Figur sich verabschiedet hat. Doch glücklicherweise hat die Hausfrau von heute massenhaft Rollen Frischhaltefolie im Küchenschrank, mit der sie ihre Figur doch noch ins rechte Licht zu rücken versucht. Dass sich in diesem Kokon der nächtliche Männerbesuch als etwas schwierig herausstellt, hat sie allerdings vorher genauso wenig berücksichtigt wie ihre inzwischen nicht mehr ganz so jugendliche Größe beim Hosenkauf.

Bei ihrem ganz besonders auf Geschlechter-Klischees ausgerichteten Programm bekommen aber nicht nur die männlichen Mitbürger ihr Fett weg. Vegetarier, Sportler, Kinder, Ikea... über beinahe alles, was einen im Alltag so aufregt, wurde hergezogen. Mit einer gewollt zweideutigen Wortwahl führte Lisa Feller ihre Zuhörer durch den Abend.

Bei dem Nieukerker Publikum kam die Kabarettistin sehr gut an. Beinahe im Minutentakt wurde nicht nur gelacht, sondern auch applaudiert. So wundert es nicht, dass beim Hinausgehen nach der zweistündigen Show der ein oder andere Gast sagte: "Die hat mir gut gefallen. Die schau ich mir gerne noch einmal an."

Quelle: RP
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