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Geldern
Markt-Parkhaus wird seine Pfützen nicht los

Geldern: Markt-Parkhaus wird seine Pfützen nicht los
Der herbstlich dekorierte Eingangsbereich des Gelderner Markt-Parkhauses täuscht darüber hinweg, was den Autofahrer im Innern erwartet. FOTO: seyb
Geldern. Das Markt-Parkhaus altersschwächelt. Da platzt Beton, da reißt und korrodiert es an allen Ecken und Enden. Was den Kunden am ehesten auffällt, sind die schmutzigen Pfützen, die sich auf dem Boden ausbreiten. Und nun heißt es: Richtig trockengelegt wird die Immobilie wohl niemals; das liegt an seiner Bauweise.

Über Jahre wurde in der Tiefgarage nicht umfassend saniert - immerhin wusste man bis zur Entscheidung über den Woolworth-Bau nicht, ob nicht ein anderer Eigentümer sie übernehmen oder ein Abriss anstehen würde. Jetzt hat die Stadt Geldern die Garage durch eine Fachfirma unter die Lupe nehmen lassen. Oliver Albers vom Unternehmen "Albers-Parken consulting" referierte nun vor der Politik über den Zustand des Gebäudes.

Demnach finden sich die Schäden über das ganze Parkhaus verteilt; besondere Schwerpunkte zeigten sich zunächst nicht. Es gebe "dauerhaft feuchte Stellen, selbst in Trockenperioden stehendes Wasser", führte Albers aus. Zudem zeigte er Bilder von zahlreichen unterschiedlichen Schadensbildern: Risse im Beton, "Ausblühungen", an denen Stoffe durch Feuchtigkeit aus dem Material ausgetreten sind, Abplatzungen an der Oberfläche und rostende "Bewehrung" - das sind die Metallstäbe, die in Stahlbeton eingearbeitet sind und eigentlich nicht an die Luft ragen sollten.

All das finde sich auch, so Albers, an "standsicherheitsrelevanten Bauteilen". Das heißt: Auf Dauer darf die Immobilie nicht weiter so sich selbst überlassen bleiben. Die gute Nachricht, die Albers dabei zu verkünden hatte, lautet: Nach dem ersten Eindruck halten sich die Probleme noch im Rahmen. Man habe "nichts Spektakuläres" gefunden, sagte er. Seine Empfehlung: Die Stadt Geldern sollte die reparaturbedürftigen Stellen nach der ersten Sammlung genauer untersuchen lassen und dann Sanierung und Instandhaltungsmaßnahmen planen.

Dass man dadurch eines Tages trockenen Fußes in alle Ecken der Garage kommen könnte, die Hoffnung braucht man sich jedoch kaum zu machen. Das liegt an der Art und Weise wie der Boden konzipiert und seinerzeit gebaut worden ist. Die damalige Technik sollte Grundwasser-Schwankungen Unwettern und ähnlichem begegnen. Möglich wäre aber, führte Oliver Albers aus, das Wasser gezielt an bestimmten Stellen zusammenlaufen zu lassen, von denen aus man es gut ableiten könnte.

(szf)
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