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Gelderland
Massenkarambolage auf der Autobahn

Luftaufnahmen zeigen Ausmaß des Unfalls auf A57
Luftaufnahmen zeigen Ausmaß des Unfalls auf A57 FOTO: Arnulf Stoffel
Gelderland. Zehn Personen wurden bei einem Unfall am Samstag auf der A57 in Höhe Kalbecker Forst verletzt. Zwei von ihnen mussten mit dem Hubschrauber in Spezialkliniken geflogen werden. Die Feuerwehr hatte sie aus dem Wrack befreit. Von Sebastian Latzel

Wie es genau zu dem Unfall kam, das sollen die weiteren Ermittlungen ergeben. Offenbar ereignete sich auf der Autobahn 57 kurz vor dem Rastplatz Kalbecker Forst eine Kettenreaktion, als ein Autofahrer am Samstagmorgen einen Wagen mit Wohnanhänger überholen wollte.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin zog der Fahrer sein Fahrzeug schon auf der Überholspur, als er im letzten Moment sah, dass sich ein Motorrad näherte. Um einen Zusammenstoß mit dem Biker zu verhindern, zog der Mann zurück auf die rechte Fahrspur.

Dabei touchierte sein Wagen den Wohnanhänger. Der Fahrer des Gespanns verlor daraufhin nach Angaben der Polizei die Kontrolle über sein Gefährt. Der Wohnanhänger geriet ins Schleudern und drohte umzukippen. Ein weiteres Fahrzeug bremste daraufhin ab, um eine Kollision mit dem schlingernden Wohnanhänger zu vermeiden. Ein viertes Fahrzeug konnte allerdings nicht mehr rechtzeitig bremsen und rammte den stoppenden Wagen vor ihm.

Zehn Verletzte bei Unfall auf A57 bei Goch FOTO: Guido Schulmann

Die beiden Personen im auffahrenden Auto verletzten sich bei der Kollision schwer. Sie waren im Wagen eingeklemmt und mussten mit schwerem Rettungsgerät von der Feuerwehr Kevelaer aus dem Wrack befreit werden. Das Teilstück der Autobahn in der Nähe des Rastplatzes Kalbecker Forst gehört zum Einsatzbereich der Kevelaer Feuerwehr. Daher waren von dort drei Löschzüge und 85 Feuerwehrleute bei dem schweren Unfall im Einsatz.

Um die Schwerverletzten schnell behandeln zu können, landeten zwei Rettungshubschrauber an der Unfallstelle. Sie flogen die beiden Verletzten in Spezialkliniken. Nach Angaben der Polizeisprecherin habe aber glücklicherweise keine Lebensgefahr bestanden.

In den anderen Wagen wurden weitere acht Personen verletzt. Sie konnten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

Der Motorradfahrer, wegen dem der erste Autofahrer zurück auf die rechte Spur gezogen hatte, blieb unverletzt.

Wegen der hohen Anzahl von beteiligten Fahrzeugen waren die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle sehr aufwändig. Die Autobahn in Richtung Nimwegen musste zwischen den Anschlussstellen Uedem /Kervenheim und Goch für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde entsprechend umgeleitet.

Zu den Personalien der zahlreichen Unfallbeteiligten konnte die Autobahnpolizei gestern keine Angaben machen.

Quelle: RP
 
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