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Issum
Mehr günstiger Wohnraum für Issum

Issum: Mehr günstiger Wohnraum für Issum
So könnte es aussehen: Die Skizze für die neuen Häuser (roter Kreis) auf der Ecke Waldstraße/Pappelstraße stammt von der GWS und Architekt Jörg Bousart. FOTO: Jörg Bousart
Issum. Auf der Ecke Waldstraße/Pappelstraße könnten in Zukunft zwei Gebäude mit je acht Einheiten entstehen. Von Bianca Mokwa

Wer kennt den Minigolf-Platz in Issum noch? Diese Zweckbestimmung steht zumindest im Bebauungsplan und soll sich nun ändern. Denn an der Ecke Waldstraße/Pappelstraße soll Wohnraum entstehen - günstiger Wohnraum. Der Bedarf sei auf jeden Fall da, sagt Stefan Sablowski von der Issumer CDU. "Offensichtlich gibt es wenig günstigen Mietraum in Issum oder er ist in die Jahre gekommen", lautet sein Argument.

Das war der Grundgedanke eines Antrags, der an die Gemeinde erging und die Suche nach Lösungen beinhaltet. Aufgekommen war die Frage auch als es um die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ging. Denn sobald die einen Bleibestatus haben, müssen sie die Asylunterkünfte verlassen und sich etwas Eigenes suchen. Jürgen Happe von der Gemeinde Issum warnt, das nicht falsch zu verstehen. Es werde nicht günstiger Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen. Geschäftsführer Paul Düllings von der beauftragten Wohnungsgenossenschaft Geldern (GWS) führt weiter aus: "Wir wollen durch die Vermietung mehr Bewegung auf den Wohnungsmarkt bekommen." Ganz praktisch bedeutet das, wenn Ehepaare ihre größeren Wohnungen aus Altersgründen aufgeben, könnten dort Familien wohnen, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

Auf der Ecke Waldstraße/Pappelstraße sollen zwei Gebäude entstehen, die ein bisschen ineinander verschachtelt stehen und die durch ein zentrales Treppenhaus und einen Aufzug miteinander verbunden sind. Geschaffen werden zwei mal acht Wohnungen. "Angedacht sind überschaubare Drei-Raum-Wohnungen", sagt Düllings, für Pärchen mit Kind, Alleinerziehende mit Kind oder ein älteres Ehepaar, das den dritten Raum als Gästezimmer oder zweites Schlafzimmer nutzen möchte. Die 16 Wohneinheiten sind barrierefrei. Geplant ist eine zweigeschossige Bebauung zuzüglich Staffelgeschoss.

Noch sei es aber viel zu früh, in die konkretere Planung einzusteigen, die Architekt Jörg Bousart übernimmt, sagt Düllings. Denn zunächst müssen der Bebauungsplan geändert und das erforderliche Bauleitverfahren durchgeführt werden. Von allen Issumer Fraktionen gab es dafür grünes Licht. Der angrenzende Bolzplatz bleibe erhalten.

Quelle: RP
 
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