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Straelen
Millionenprojekt Thissen-Erweiterung

Straelen: Millionenprojekt Thissen-Erweiterung
Froh sind Georg und Monika Thissen über den gelungenen Um- und Ausbau ihres Betriebs an der Junkersstraße. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag hoffen sie auf viele Besucher. FOTO: Gerhard Seybert
Straelen. Der Kfz-Betrieb in Straelen hat seine Anbauten und seine Renovierung abgeschlossen. Die umfangreichen Baumaßnahmen dauerten ein Jahr. Areal an der Junkersstraße jetzt voll genutzt. Große Feier am Sonntag geplant. Von Michael Klatt

Georg und Monika Thissen haben das Lachen nicht verlernt. Auch wenn sie ein Jahr voller Anspannungen hinter sich haben und das Leben eine einzige Baustelle war. Aber jetzt ist es geschafft. "Es ist heller, freundlicher moderner", sagt Monika Thissen mit Blick auf die neuen Räume. Und es ist größer. Der Kfz-Betrieb Thissen an der Junkersstraße in Straelen ist erweitert und renoviert worden. Und das soll am Sonntag gebührend gefeiert werden (siehe Box).

Die Baumaßnahme ist der vorläufige Höhepunkt in der Entwicklung des Unternehmens, das stetig gewachsen ist, wie der Firmenchef im Rückblick feststellt. 1992 begann Thissen in Neerpont und siedelte sieben Jahre später nach Straelen um. "Wir haben die Fundamente damals selber gebaut", beschreibt der 49-Jährige seinen eigenen Einsatz und den seiner Frau. Ihr ist er dankbar, dass sie ihm die ganze Zeit zu Hause und in der Buchhaltung den Rücken frei hielt, sonst wäre so etwas wie der 24-Stunden-Notdienst schwerlich möglich gewesen.

An der Junkersstraße ging die Expansion von Kfz-Thissen immer weiter. 2001 übernahm die Firma die Opel-Vertretung und richtete eine bis 2013 betriebene Filiale in Pont ein. 2006 erfolgte der erste Anbau, die Marke MAN wurde hinzugenommen. Im selben Jahr entstand eine Lagerhalle für große Ersatzteile, 2008 entstand eine 350 Quadratmeter große Pkw-Werkstatt. Besonders ereignisreich war das Jahr 2010: Thissen bekam einen Dekra-Bremsenprüfstand, eine zweite Lagerhalle und wurde VW-Servicepartner. "Bei mir sind alle Services möglich, auch wenn man das Auto nicht bei mir gekauft hat", betont Thissen. 2014 übernahm er eine Scania-Vertretung. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in dieser Zeit von anfangs zwei auf jetzt knapp 40.

"Alles wurde zu klein", erwähnt der Unternehmer die Kehrseite der Entwicklung. Deshalb sei ein "Rundumschlag" nötig gewesen, für den die Planungen vor rund drei Jahren begannen. Nicht nur reine Baufragen waren zu bedenken während des Genehmigungsverfahrens. Als ein Waldstück abgeholzt wurde, war der Blick frei auf ein Bodendenkmal, die Landwehr. Die zuständige Behörde musste eingeschaltet werden, das historische Relikt war mit einer Wiese zu bestücken.

Insgesamt zwei Hektar (20.000 Quadratmeter) ist das Firmengrundstück groß. "Wir haben das Volumen voll ausgeschöpft", sagt Thissen. Deshalb wurde in die Höhe gebaut. Bis zu zwölf Meter, dem maximal Möglichen, erheben sich die in Grau gehaltenen Fassaden. Die Ausstellungsfläche wurde erweitert, in der oberen Etage befinden sich Büros und Verwaltungsräume, die Räume für die Nutzfahrzeugverkäufer von MAN und Scania, ein Ruheraum mit Dusche für Trucker und ein Schulungsraum, der auch von Externen zu mieten ist, zum Beispiel von der Dekra für diverse Schulungen.

Insgesamt 500 Quadratmeter stehen jetzt für Verwaltung und Ausstellung zur Verfügung. 600 Quadratmeter Werkstattboden wurden saniert und neu gefliest, 600 Quadratmeter Werkstattfläche kamen hinzu. Statt sieben gibt es nun zwölf Pkw-Reparaturplätze. Für Wohnmobile und Sprinter stehen schwere Hebebühnen bereit. Die Zahl der Lkw-Reparaturplätze wuchs von neun auf zwölf. "Vom Motorrad bis zum 40-Tonnen-Sattelschlepper ist alles möglich", umreißt Georg Thissen die Spannbreite der Service-Möglichkeiten. Alles in allem ist die Investitionssumme siebenstellig. Einen großen Dank stattet Thissen dem gesamten Team ab. Die Mitarbeiter mussten dauernd umräumen, in Provisorien arbeiten, nicht selten unter dem Lärm von Presslufthämmern. "Es war wie eine Operation am offenen Herzen."

Quelle: RP
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