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Issum
Mit dem Wohnmobil durch die Heimat

Issum. Im Hexenland Sevelen am Koetherdyck liegt ein attraktiver Stellplatz für die großen Fahrzeuge. Vor allem Familien, aber auch Hunde sind zwischen Freibad und Tennisanlage willkommen. Bereits zur Begrüßung gibt es einen Kaffee. Von Stefan Kriegel

Alter Baumbestand spendet Schatten. Mitten in der Natur liegt der Wohnmobil-Stellplatz Hexenland am Koetherdyck in Sevelen. Schnell ist die Gastfreundschaft zu spüren. Platzwart Friedhelm Schülling und ein niederländischer Gast, der bereits oft und lange dort sein Gefährt abgestellt hat, gehen offen auf jeden Neuankömmling zu. Erst wird dem neuen Gast ein leckerer Kaffee angeboten. Das Eis ist gebrochen. "Das kennen nicht viele von anderen Plätzen", berichtet der Platzwart, langjähriger Vertrauter des Betreibers Theo Dammertz.

Schülling hebt in diesem Zusammenhang auch die Besonderheiten und Neuheiten dieses Wohnmobilparks hervor. So wurde bis Anfang des Jahres die gesamte Außenanlage neu gestaltet. Das gemütliche Gebäude, in dem die Regularien abgewickelt werden und Platzbesucher einen Treffpunkt finden, erhielt einen neuen Anstrich. Die vorgelagerte Terrasse erstrahlt in neuem Glanz. Eine W-Lan-Verbíndung sorgt neuerdings dafür, dass die Wohnmobil-Freunde, die auch während des Urlaubs nicht aufs Internet verzichten wollen, das weltweite Netz nutzen können.

"Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Gäste sich hier wohlfühlen", berichtet der Platzwart aus Sevelen. Dazu gehöre beispielsweise auch die Barrierefreiheit, so dass auch Menschen mit Rollatoren problemlos den Platz nutzen können. "Vor allem Familien sind bei uns willkommen", verweist Schülling auf das breite Angebot für Kinder. Dazu zählen ein kleiner Spielgelände auf dem Platz, ein großer Spiel- und Grillplatz am Koetherdyck, das nahe Hexenland-Freibad sowie vielen andere Freizeitmöglichkeiten. Sogar Hunde sind auf dem Platz erlaubt, was nicht überall möglich sei, natürlich mit Leinenzwang.

Um dann noch intensiver die Heimat zu entdecken, muss nicht unbedingt das Wohnmobil genutzt werden. Seit Anfang des Jahres stehen auch einige Leihfahrräder zur Verfügung, darunter zwei E-Bikes. Ein ideales Angebot für den Niederrhein mit seinen schönen Radwanderwegen. Diese Neuheiten machen den Platz noch attraktiver, so dass auch viele Besucher aus dem Ausland kommen: natürlich aus den benachbarten Niederlanden, aber auch aus Frankreich, Norwegen oder Schweden. "Unser Gast mit der längsten Anreise kommt regelmäßig alle drei Jahre aus Australien", erzählt der Sevelener.

In diesem Zusammenhang schilderte Platzbetreiber Theo Dammertz noch einige Details zu der Geschichte des Wohnmobilparks. Er kaufte das 3200 Quadratmeter große Waldgelände im Sommer 2005 hinter der Tennishalle. Ausbau und Eröffnung folgten im Dezember 2005 mit 17 Standplätzen und der Namensgebung "Wohnmobilpark Hexenland". Seit 2005 gab es etwa 10.000 Fahrzeuge, die über Nacht blieben. Diese sind mit zwei Personen im Durchschnitt besetzt. Das macht 20.000 Personen, die in den vergangenen zehn Jahren den Tourismus in der Gemeinde Issum belebt haben.

"Wenn diese Gästezahl mit dem Ausgabeverhalten laut der Studie "Reisemobiltourismus 2011 Deutschland" von 49 Euro je Gast pro Tag berechnet wird, ergibt sich eine Kaufkraftsumme von 980.000 Euro", erklärt Dammerz den heimischen Wirtschaftsfaktor. Der Stellplatz wird vorwiegend von Gästen aus der Region Ruhrgebiet und Köln-Aachen angefahren. 2011 wurde das Geländes auf der gegenüber liegenden Wiese am Freibad erweitert. Jedoch ist dieses Gelände ohne Stromversorgung und kostet nur fünf Euro je 24 Stunden pro Auto. 2012 wurde der Stellplatz kinderfreundlicher erweitert. Es entstanden ein Hühnerhaus, ein kleines Hexenhaus und eine Kinderschaukelanlage. Da der Platz in einer Sackgasse endet, fehlt starker Durchgangsverkehr. Das nützt den spielenden Kindern.

Quelle: RP
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